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Erfolg im Kampf gegen Aids

Im Kampf gegen Aids ist es einem amerikanisch-kanadischen Forscherteam erstmals gelungen, einen Fehler in der Immunreaktion gegen HIV zu entdecken und auch zu beheben.

Diese Entdeckung könnte zu einer neuen Therapie gegen die Immunschwäche Aids führen. Die Wissenschaftler der Universitäten Harvard und Montreal untersuchten die so genannten T-Zellen des Immunsystems, die eigentlich HIV-infizierte Zellen abtöten sollen. Das Virus kann diese T-Zellen jedoch einfach ausschalten, indem es einen bestimmten Hemmstoff dieser Zellen aktiviert, das Protein PD-1. Je stärker dieses Protein vorhanden ist, desto eingeschränkter waren die Funktion der T-Zellen und desto höher die Virusbelastung von Aids-Patienten.

Allerdings waren die T-Zellen lediglich außer Gefecht gesetzt und nicht beschädigt: Blockierten die Forscher PD-1, so wurden die T-Zellen laut Bericht der Fachzeitschrift „Nature“ wieder voll funktionsfähig.

Da es bereits Mittel gibt, die PD-1 blockieren, könnten klinische Studien bald beginnen. Harvard-Forscher Bruce Walker warnt jedoch vor zu hohen Erwartungen: Es sei nicht absehbar, wie ein solcher Eingriff sich auf das gesamte Immunsystem auswirke.

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