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Erfahren, wo Gott wohnt

BMW baut die S 1000 RR mit 193 PS als beeindruckendsten Supersportler.
Bilder von der BMW S 1000 RR

Die Münchner haben eine Zeit lang zugesehen, wie sie der Reihe nach an den Start gingen: All die Fireblades und die Ninjas, die gemeine RC8 von KTM und das gertenschlanke Rennpferd namens „Desmosedici“ von Ducati. Sie haben zugeschaut und dabei klar registriert, dass es einen konstanten Markt gibt für Motorräder, die eigentlich auf die Rennstrecke gehören. Vielleicht haben die Münchner noch eine Halbe gestemmt und dann verwundert immer noch das „Super“ im Wort Supersportler vermisst. Und weil sie Perfektionisten sind, hielten sie den Mangel „gar nie nicht“ aus und haben das „Super“ einfach dazu gebaut. Ins Bayerische übersetzt. Ganz kompromisslos. Ungefähr so kam die S 1000 RR zur Welt.

Vier Modi per Knopfdruck

Die unglaublichste Nachricht zuerst: Man kann sie fahren. Natürlich lechzt sie nach dem Hungaroring, aber sie rollt auch brav durchs Allgäu. Wobei brav, bitte sehr, brav ist eine kleine Untertreibung. Dabei hat BMW Vorsorge getroffen und am Stummellenker einen kleinen roten Knopf montiert, der all die Erfahrung einer Heerschar von Technikern und Testpiloten überzeugend auf die Straße bringt. Dahinter verbirgt sich die Traktionskontrolle DTC, die von den ABS-Sensoren und einem speziellen Schräglagen-Fühler mit Steuerdaten versorgt wird. Ein Klick, und der Pilot kann während der Fahrt vier Abstimmungsmodi anwählen: Für den Straßenbetrieb stehen der „Rain“-Modus, der die Leistung auf 150 PS drosselt und mit einem sanfteren Einsatz des Motors kombiniert, und der deutlich agilere „Sport“-Modus. Wer die S 1000 RR auf der Rennstrecke bewegen will, kann zwischen „Race“ und „Slick“ wählen. „Slick“ gibt die Fahrerbefehle ungeschminkt an das Kraftwerk weiter und lässt beste Rundenzeiten zu. Wer lieber mit dem Vorderrad Bremsspuren malt und auf Seitenabdrift wegen ausbrechendem Hinterrad steht, kann die elektronischen Systeme auch abschalten. Aber nochmals: Keine Sorge, das im Übrigen exzellent verarbeitete Superbike verschmäht auch die Landstraße nicht. Nur dem Strafzettelbudget sind solche Einsätze nicht zuträglich. Aber wer runde 18.000 Euro locker hat, fördert auch den Staat nach Kräften.

Test-Fazit

Positiv: Vier Modi gibt‘s per Knopfdruck: „Rain“ riegelt die Leistung bei 150 PS ab. Sport, Race und Slick gewähren volle 193 PS. Negativ: Der Sozius wird wirklich nur der Vollständigkeit halber montiert. Die S 1000 RR ist ein klassischer Einsitzer.

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