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Er weckt die Freude am Wald

(VN) Bregenz -  Christian Natter bringt allen Interessierten das Erlebnis Wald näher.

Was ist es eigentlich für ein Gefühl, barfuß über weichen Waldboden zu gehen? Wie fühlt sich die Rinde eines Baumes an? Wie hoch ist der höchste Baum der Erde? Und wie ist es, den Geruch von Holz, frischen Nadeln und gefallenen Blättern wahrzunehmen? Auf all diese Fragen – und noch viele mehr – hat ChristianNatter Antworten. Er weiß alles über den Wald. Und er will sein Wissen teilen. Tut er auch. Denn Natter ist Mitinitiator der im Jahr 2007 gegründeten Waldschule Bodensee.

Raus in die Natur

In eben dieser wird Kindern und Jugendlichen – aber auch Erwachsenen – die Möglichkeit geboten, die Geheimnisse des Waldes zu entdecken. Viel zu wenige sind sich Natters Meinung nach noch der Schönheit des Waldes und der Natur bewusst: „Wir wollen die Kinder vom Computer und von den Fernsehgeräten wegbringen und wieder mehr in die Natur locken“, sagt er. „Wir wollen die Kinder fesseln und ihnen auf spielerische Art und Weise die Freude am Wald näherbringen“, führt er aus. Natter selbst ist in Sibratsgfäll als Sohn eines Försters aufgewachsen – „quasi in meiner eigenen Waldschule“, wie er selbst sagt. Heute ist auch er Förster. Mit der im Bregenzer Stadtwald situierten Waldschule haben Natter und sein 15-köpfiges Team des Vereins „Stadt:Wald“ die optimalen Rahmenbedingungen geschaffen, um den Wald hautnah und informativ erleben zu können: Auf rund zehn Hektar Waldfläche bietet der Sibratsgfäller allen Interessierten verschiedene, gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule erarbeitete Module an, um den Wald kennenzulernen. Dafür haben sich der 31-Jährige und sechs Kollegen waldpädagogisch zertifizieren lassen. „Wir legen viel Wert darauf, dass die Inhalte, die wir unseren Besuchern vermitteln, auch von hoher Qualität sind“, betont der Waldpädagoge.

Individuelle Führungen

Auf das Alter abgestimmt können die Waldgäste etwa dem Märchen vom Blaubeerenkönig lauschen, sich in ein Eichhörnchen verwandeln, Mandalas legen, Rinden weit werfen oder den Hintergründen von hellen und dunklen Jahresringen auf die Spur kommen. „Uns ist wichtig, dass die Führungen stets dem Alter und so auch dem Wissensstand der Gruppen gerecht werden“, sagt Natter. Bis zu 80 Führungen leiten der 31-Jährige und das restliche Team jährlich. Tendenz steigend. „Einige Schulklassen kommen mehrmals im Jahr zu uns. Auch das Interesse von verschiedenen Betrieben wächst“, freut er sich.

Eröffnung des Waldhauses

Von nun an steht allen Besuchern auch ein 80 Quadratmeter großes, „natürlich aus heimischem Holz gebautes“ Waldhaus zur Verfügung. Der Grund wurde von der Stadt zur Verfügung gestellt. Das etwa 150.000 Euro teure Gebäude konnte durch Eigenmittel des Vereins, mit Hilfe des Landes und Sponsoren realisiert werden. Morgen, Freitag, wird zum großen Eröffnungsfest des Waldhauses geladen: Ab 11 Uhr geht das bunte, informative Programm über die Bühne. Auch für musikalische Unterhaltung und Verpflegung ist gesorgt.

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