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Entführer des türkischen Flugzeugs von Al-Kaida trainiert

Einer der beiden Täter der türkischen Flugzeugsentführung vom Wochenende hat sich nach Medienberichten in einem Al-Kaida-Lager ausbilden lassen. Die Männer hätten nach Afghanistan fliehen und sich dort der Extremistengruppen anschließen wollen.

Dies meldete der Fernsehsender CNN-Türk auf seiner Internetseite am Montag. Polizeimitarbeitern aus Antalya zufolge handle es sich bei den Entführern um einen Türken und einen Ägypter, der auch an der Ausbildung teilgenommen habe.

Die Männer hatten das Flugzeug der Gesellschaft Atlas Jet am Samstag auf dem Weg von Nordzypern nach Istanbul entführt. Sie drohten mit einer „Bombe“, die sich aber später als Knetmasse mit Drähten herausstellte. Laut Behörden verlangten sie eine Kursänderung nach Teheran. Die Maschine landete dann jedoch im südtürkischen Antalya, weil der Fluggesellschaft zufolge der Treibstoff nicht bis in den Iran ausreichte. In der Türkei gibt es zahlreiche radikale Gruppen, die in der Vergangenheit mehrfach zum Mittel der Flugzeugentführung gegriffen haben. Im vergangenen Jahr konnten mehrere derartige Vorfälle beendet werden, ohne dass Passagiere zu Schaden kamen.


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Flugzeug in der Türkei entführt: Passagiere sind frei

Die beiden Männer, die Samstag früh ein türkisches Passagierflugzeug mit 136 Passagiere an Bord entführt hatten, haben aufgegeben. Nach einem mehr als vierstündigen Geiseldrama gaben am Samstag die beiden Entführer einer türkischen Passagiermaschine – nach Behördenangaben ein Türke und ein Syrer – auf dem Flughafen Antalya auf. Zuvor hatten sie bereits die von ihnen gekidnappten 140 Passagiere und Crew-Mitglieder freigelassen.

Die Männer wurden festgenommen. Die türkischen Behörden erklärten, bei den Kidnappern handele es sich um den Türken Mehmet Özlü und den Syrer Mohammed Aziz Maliki. Die Motive der Täter blieben unklar. Geiseln aus dem Flugzeug der Gesellschaft Atlasjet berichteten, ihre Entführer hätten behauptet, sie gehörten dem Terrornetz Al Kaida an.

Die Männer hatten das Flugzeug am Samstagmorgen auf dem Flug von Ercan im türkischen Nordzypern nach Istanbul entführt. Die Kidnapper waren mit einem Messer bewaffnet und hatten eine Bombenattrappe bei sich. Es gelang ihnen aber nicht, in das Cockpit einzudringen.

Sie verlangten, in den Iran, Syrien oder ein anderes Land im Nahen Osten geflogen zu werden. Der Pilot erklärte den Entführern, für einen Flug nach Teheran reiche der Treibstoff nicht. Im Iran kam dennoch der Nationale Sicherheitsrat zusammen, um über die Erteilung einer Landegenehmigung für Teheran zu beraten.

Nach der Landung auf dem Flughafen der Touristenhochburg Antalya ließen die Entführer zunächst Kinder und ältere Geiseln frei. Dabei gelang es mehr als 100 Passagieren, aus dem Flugzeug herauszukommen. Auch der Pilot konnte flüchten. Später kamen auch die anderen Geiseln frei. Die türkische Polizei verlegte eine Spezialeinheit aus Ankara nach Antalya.

Auf dem Flughafen war die entführte Maschine umstellt, während Verhandlungen mit den Entführern liefen. Der türkische Außenminister Abdullah Gül schaltete sich persönlich in das Krisenmanagement ein. „Die Entführer haben aufgegeben. Der Zwischenfall wurde ohne Blutvergießen beendet“, zeigte sich am Mittag der Geschäftsführer von Atlasjet, Tuncay Doganer erleichtert.

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