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Energieversorgung immer im Blick

Die Netzzuverlässigkeit ist in Vorarlberg im EU-Vergleich auf einem Spitzenplatz.

Eine zuverlässige Stromversorgung, die für die Wirtschaft eine wichtige Standortvoraussetzung darstellt, ist in Mitteleuropa heute nicht mehr wegzudenken. In Vorarlberg gibt es für die Stromversorgung 23 Umspannwerke, in denen die Energie mittels Transformatoren vom überregionalen 220-kV-(220.000 Volt)-Netz auf 110 kV umgespannt und weiter verteilt wird. Zudem leiten 2071 Trafostationen im gesamten Land die elektrische Energie aus dem Mittelspannungsnetz von 10 bis 36 kV auf die niedrigen Ortsnetze mit 400/230 Volt um. Hannes Buzanich ist bei Vorarlberg Netz für Netzplanung und Netzführung zuständig und sorgt zusammen mit rund 330 Mitarbeitern für eine sichere Stromversorgung im Land. „Ausfälle in der Stromversorgung oder auch minimale Spannungsschwankungen können bei einzelnen Unternehmen bereits Produktionsausfälle mit großem Schaden anrichten“, macht er auf die Wichtigkeit der Netzzuverlässigkeit aufmerksam. „Auch im Jahr 2015 konnten wir wieder eine Versorgungssicherheit auf einem sehr hohen Niveau aufweisen. Der Mittelwert der Nichtverfügbarkeit ist mit nur zwei Minuten pro Jahr ein Spitzenplatz“, sagt er nicht ohne Stolz. „Unter anderem ermöglichen ein hoher Verkabelungsgrad im Mittel- und Niederspannungsnetz und laufende Investitionen in das Netz eine hohe Robustheit des Netzes auch gegen Umwelteinflüsse wie Stürme.“

Wartung und Instandhaltung
Die Wartung und Instandhaltung der Infrastruktur der Stromversorgung wird bei Vorarlberg Netz zuverlässigkeitsorientiert durchgeführt, was bedeutet, dass die Maßnahmen und Intervalle auf die jeweiligen Betriebsmittel angepasst sind und sich daher auch voneinander unterscheiden können. „Grundsätzlich stellt die Wartung und Instandhaltung einen wichtigen Teil zur sicheren und zuverlässigen Netzinfrastruktur dar und ist auf die verschiedenen Anforderungen des Netzes optimiert“, macht Hannes Buzanich aufmerksam.

Proben für den Ernstfall
Die Hauptschaltleitung in Bregenz-Weidach, sozusagen das Gehirn der Netzverteilung, wird immer von zwei Personen rund um die Uhr überwacht und gesteuert. „Von der Zentrale aus können vorarlbergweit und im Allgäu alle Höchst-, Hoch- und Mittelspannungsnetze sowie Erdgasleitungen mittels der großen Rückmeldewand und den Monitoren auf einen Blick auf mögliche Störungen überprüft werden und gegebenenfalls eingreifen“, informiert Buzanich. Ein Einsatzteam in Bereitschaft kann, wenn notwendig, am Störungspunkt vor Ort Lösungen finden. Bei Störungen im Versorgungsnetz können die Betriebsstellen auch direkt über die 24-h-Hotline von den Kunden informiert werden. Mit einem simulierten Totalausfall proben die Mitarbeiter von Vorarlberg Netz ein mögliches Worst-Case-Szenario in Vorarlberg. Dabei gilt es für die Fachleute so schnell wie möglich eine autonome, funktionierende Stromversorgung wieder aufzubauen. Die Illwerke-Kraftwerke im Montafon können bei einem Blackout binnen weniger Stunden eine eigene Landesversorgung auch als Insel aufbauen.

Die Serie Energie für unser Leben ist eine redaktionell unabhängige Serie der VN mit Unterstützung von illwerke vkw.

 

 

 

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