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Energiehilfe für ärmste Länder

Die führenden Industriemächte und Russland wollen Zugang der Entwicklungsländer zu modernen Energieressourcen erleichtern, wie auf einem Treffen der G-8-Staaten besprochen wurde.

Das Treffen dient der Vorbereitung eines G-8-Gipfels der Staats- und Regierungschefs Mitte Juli in St. Petersburg. Russland hat derzeit erstmals den G-8-Vorsitz.

Die G-8 hatten bereits zuvor darauf verwiesen, dass die Entlastung der ärmsten Länder nach dem umfangreichen Schuldenerlass durch die hohen Kosten für Energiepreise nahezu wieder aufgezehrt werde. Ein weiterer Schuldenerlass wird ausgeschlossen. Die G-8 unterstützen ein Programm, mit dem afrikanische Dörfer in der Sub-Sahara Zugang zu modernen Energiequellen erhalten sollen (Global Village Energy Partnership). Russland will dazu 30 Millionen US-Dollar beisteuern. Die hohen Ölpreise bedrohten die aktuelle Wirtschaftsbelebung in der Welt. Notwendig sei ein abgestimmtes Handeln von Energieproduzenten und -konsumenten, um Investitionen in den Energiebereich zu lenken, erklärten die Finanzminister in einem Papier, das Grundlage für das G -8-Treffen sein soll.

Neben Energiefragen gehören auch Maßnahmen gegen Infektionskrankheiten und Bildungsthemen zu den Schwerpunkten der Vorberatungen der Finanzminister. Umstritten waren Details für ein neues Medikamentenprogramm für Entwicklungsländer, um die Erforschung neuer Impfstoffe zu finanzieren. Dabei geht es um eine Abnahmegarantie für die Pharmaindustrie durch die reichen Länder bei Medikamenten gegen bestimmte Krankheiten in den ärmsten Ländern. Uneins sind sich die G-8 bei der Auswahl der Krankheiten und damit über Kosten und Volumen einer Abnahmegarantie.

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