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Energie-Modellregion Großes Walsertal

Energieautonomität heißt vor allem auch Bewusstseinsbildung bei der Jugend.
Energieautonomität heißt vor allem auch Bewusstseinsbildung bei der Jugend. ©Harald Hronek
Energie-Modellregion Biosphärenpark

Der Biosphärenpark peilt bis 2030 die Energieautonomität an.

AMP Der Klima- und Energiefonds unterstützt seit 2009 die Entstehung von Klima- und Energiemodellregionen. Mittlerweile sind österreichweit bereits 66 Regionen mit 773 Gemeinden und 1,7 Millionen Einwohner in das Projekt für eine nachhaltige Energiezukunft integriert. Vorarlberg ist durch die Energiemodellregionen Lech/Warth, Vorderwald und durch das Große Walsertal vertreten. Im Rahmen des Projektes e-Regio 1 wurden in Zusammenarbeit mit Experten und regionalen Akteuren im Biosphärenpark Möglichkeiten zur baldmöglichsten Energieautonomie und Ökoenergieexportregion erhoben. Als Zeithorizont fasst man im Biosphärenpark das Jahr 2030 ins Auge. Besondere Herausforderungen sind dabei die Gebäudesanierungen, die Mobilität und die Einhaltung des Biosphärenparkleitbildes – Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur.

Bereits durchgeführte Maßnahmen

“Als erste e5- Region Österreichs haben wir in acht Jahren bereits einen Umsetzungsgrad von 66 Prozent und damit den Status von 4e erreicht und sind mit dem European Energy Award in Silber ausgezeichnet worden”, freut sich Modellregionsmanager Albert Rinderer. Die Installierung einer eigenen Energieberatungsstelle, die Nachrüstaktion von thermischen Solaranlagen, die Durchführung einer Stromsparmeisterschaft und einer Thermografie – Aktion, regelmäßige Bürgerinformationen zum Thema Gebäudeneubau und -sanierungen, die Durchführung von Machbarkeitsstudien für eine Hackschnitzellogistik und eine Biogasanlage, die Einführungen einer Energiebuchhaltung für alle Gemeindegebäude waren nebst anderen Aktivitäten wichtige Schritte auf diesem Weg.

Geplante Maßnahmen

Auf Basis des aus e-Regio 1 erarbeiteten Umsetzungskonzeptes für die nächsten zwei Jahre laufen derzeit die Projekte zur Überarbeitung der zusätzlichen Gemeindeförderung im Biosphärenpark, die Vorarbeiten für die Gründung einer Forstbetriebsgemeinschaft sowie die Einführung eines Car-Sharing-Programmes mit dem im Biosphärenpark bereits vorhandenen Elektroauto. Die Neukonzeption der Energiebroschüre für einen größeren Nutzerkreis, die Erarbeitung eines Konzeptes für ein Energieschauhaus sowie Aktionen zur Verbesserung der Strom- und Energieeffizienz in Haushalt und speziell in landwirtschaftlichen Betrieben sind weitere Schwerpunkte.
Die vom Klimafond vorgesehene Funktion des Modellregionsmanagers wird von e5-Teamleiter Albert Rinderer wahrgenommen. “Die Höhe der Fördermittel orientiert sich an der Bevölkerungszahl, weshalb im Großen Walsertal weiterhin auf den ambitionierten Einsatz von Ehrenamtlichen gesetzt werden muss”, lädt Albert Rinderer Energieinteressierte zur Mitarbeit ein.

Jagdbergstraße – Gemeindezentrum,Thüringerberg, Austria

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