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Endlich eine Olympia-Medaille

Athen als Endstation Sehnsucht. Radprofi Franz Stocher war Weltmeister und Weltcupsieger auf der Bahn, hat EM-Medaillen gewonnen. Bei seinen fünften Sommerspielen möchte er eine Olympia-Medaille erobern.

Der Zeitplan meint es nicht gut mit dem 35-Jährigen: Zwischen Punkterennen am Dienstag (16:30 MESZ) und Madison, das er am Mittwoch (17:00) gemeinsam mit Roland Garber bestreitet, fehlt die Zeit für ausreichende Erholung.

Stocher hat sich perfekt vorbereitet, doch gute Form allein genügt nicht im Punkterennen. „Die richtige Taktik anwenden, auf das richtige Pferd setzen, Nerven bewahren”, nennt er die Kriterien dieser Disziplin. Überrundungen werden höher gewertet als gewonnene Punkte, daher wird ständig attackiert. Weil die Kraft nicht reicht, um bei jedem Vorstoß mitzufahren und er nicht nur vom Glück abhängig sein will, vertraut Stocher auch auf seinen Coach. Jiri Miksik hat das richtige Gspür, kennt Stärken und Schwächen der Gegner. „Seine Tipps haben mir schon mehrfach zu Medaillen verholfen”, erklärte der Pressbaumer.

Bei seinen fünften und letzten Spielen – übertroffen wird Stocher unter den Radsportlern nur von Jeannie Longo (FRA) mit sechs Teilnahmen – wollte er alles richtig machen und den sechsten Rang von Sydney übertreffen. Österreich hat seit 1896, den ersten Spielen der Neuzeit in Athen, kein Edelmetall im Radsport gewonnen. Die Zahl der Mitfavoriten im Punkterennen ist groß, Stocher gehört nach dem Gewinn von sechs WM-Medaillen dazu. „Aber das letzte Rennen war die WM im Mai, da weiß keiner wirklich, wo er jetzt steht und wie stark die Konkurrenz ist”, meinte der Weltmeister von 2003.

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