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Endgültige Einigung auf A400M-Finanzierung

Nach jahrelangen Streitereien, Verzögerungen und Kostensteigerungen haben sich Deutschland und sechs weitere NATO-Länder mit dem Flugzeugbauer Airbus endgültig auf die Finanzierung des Militärtransporters A400M geeinigt. Die Vertragsergänzung, die EADS insgesamt 3,5 Mrd. Euro in die Kassen spült und das größte europäische Rüstungsprojekt vor dem Scheitern bewahrt, wurde am Donnerstag im spanischen Sevilla unterzeichnet, wo der A400M produziert wird.
A400M: Der Militärtransporter für die Streitkräfte in Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Belgien, Luxemburg und der Türkei sollte zunächst 2010 voll einsetzbar sein. Inzwischen ist von 2018 die Rede. Die Mehrkosten belaufen sich auf mehr als fünf Mrd. Euro. Die Käuferstaaten hatten sich im März 2010 grundsätzlich darauf geeinigt, 3,5 Mrd. Euro davon zu übernehmen. Nun akzeptieren die Staaten eine Preiserhöhung von zwei Mrd. Euro und gewähren dem Hersteller EADS zugleich einen Vorschuss von 1,5 Mrd. Euro auf künftige Exportgewinne.

“Dies ist ein wichtiger Meilenstein”, sagte EADS-Chef Louis Gallois. Vier A400M würden bereits fliegen und hätten bei knapp 450 Testflügen inzwischen über 1.400 Flugstunden absolviert. Die zivile Zulassung solle bis Jahresende erfolgen. Die spanische Verteidigungsministerin Carme Chacon erklärte, nun werde ein “ehrgeiziges Projekt endlich Wirklichkeit”.

Die Käuferstaaten haben rund 170 Maschinen bestellt. Die Deutsche Bundeswehr etwa soll 40 neue A400M bekommen – die ab 2014 die über 30 Jahre alte Transall ersetzen sollen -, 13 weitere schon bestellte Maschinen will Deutschland an Drittkunden verkaufen. Frankreich nimmt 50 Maschinen, Großbritannien 22. Frankreich werde zum Jahreswechsel 2012/2013 die ersten A400M – eine stark reduzierte Basisversion – erhalten, erklärte EADS am Donnerstag. Im Laufe des Jahres 2013 sollen dann die Bundeswehr und die britische Armee beliefert werden. Auch Malaysia hat vier Maschinen bestellt.

A400M: Beinahe gescheitert

Ursprünglich sollte der A400M einen Festpreis von 20 Mrd. Euro kosten, doch technische Probleme und eine Kostenexplosion brachten das Projekt an den Rand des Scheiterns. 10.000 Arbeitsplätze standen auf dem Spiel. Die sieben Abnehmerstaaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Spanien, Luxemburg und die Türkei verständigten sich nach langen und teils turbulenten Verhandlungen im März 2010 grundsätzlich über die Rettung des größten europäischen Rüstungsprojekts.

EADS hat Probleme mit dem massiven Turboprop-Triebwerken für die Verzögerungen bei dem Militärtransportflugzeug verantwortlich gemacht. Der Konzern räumte aber auch ein, Fehler gemacht und sich zunächst zu sehr auf den ebenfalls verspäteten Großraumjet A380 und interne Querelen des früheren Managements konzentriert zu haben. Die A400M hat eine Verspätung von vier Jahren. Die Flugzeuge sollen ab 2013 ausgeliefert werden. (APA)

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