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Ende der Käfighaltung von Legehennen in Österreich

Mit 1. Jänner 2009 wird die konventionelle Käfighaltung von Legehennen in Österreich verboten. In fast allen anderen EU-Ländern tritt dieses Verbot erst 2012 in Kraft.

Insgesamt gehen in Österreich durch das Ende der Käfighaltung bis zu eine Million der derzeit 5,3 Millionen Legehennenplätze verloren. Dadurch besteht die Gefahr, dass Gastronomie und eierverarbeitende Unternehmen die billigeren Käfigeier aus dem Ausland nach Österreich importieren, fürchtet die zentrale Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG).

Um steigenden Importen billiger Käfigeier entgegenzuwirken, startet AMA Marketing in Kooperation mit der Eier-Branche, den zuständigen Ministerien und der Landwirtschaftskammer eine Informationsoffensive speziell für die Gastronomiebetriebe und die Verarbeitungsindustrie. Dabei werden 18.000 “Österreich ist frei”-Geschenkboxen mit entsprechenden Infos an Gastronomiebetriebe, Bäckereien, Verarbeitungsbetriebe und Opinionleader in ganz Österreich verteilt, teilt die AMA am Montag mit.

In Österreich gibt es aktuell 1.766 Legehennenhalter, so Michael Wurzer von der ZAG. Davon haben rund 220 Unternehmen noch Käfigbetrieb. Diese werden bis Jahresende entweder noch umstellen oder schließen. Insgesamt hat die Eierbranche in den vergangenen eineinhalb bis zwei Jahren mehr als 100 Mio. Euro in die Umstellung investiert, was rund 50 Euro pro Legeplatz entspricht.

Ein Österreicher konsumiert pro Jahr durchschnittlich 236 Eier. Dabei werden rund 34 Prozent der Eier über den Lebensmittelhandel, 40 Prozent über Gastronomie, Großhandel und Direktvermarktung abgesetzt und 22 Prozent werden in Form von Schalenei und Flüssigei der Verarbeitung zugeführt. 2004 wurden im Lebensmittelhandel noch 47 Prozent der Eier aus Käfighaltung gekauft, im Jahr 2007 waren dies nur mehr 19 Prozent.

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