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Empörung und Enttäuschung

Mit großer Empörung und tiefer Enttäuschung reagiert der Betriebsrat der Firma HEAD auf die Ankündigung der Geschäftsleitung, die Tennis-Produktion von Kennelbach nach China zu verlagern.

Mit dem Verlust von 120 Arbeitsplätzen würden engagierte Beschäftigte und deren Familien in der Existenz betroffen. „Wir werden daher mit aller Vehemenz in den kommenden Verhandlungen einen Sozialplan und eine Arbeitsstiftung einfordern“ kündigt der Betriebsratsvorsitzende, Peter Indlekofer an.

Von der bis Ende Juni 2005 geplanten Verlagerung sind 120 MitarbeiterInnen (111 ArbeiterInnen, 9 Angestellte) betroffen. Die meisten von ihnen sind zwischen 25 und 50 Jahre alt. Indlekofer appelliert in dem Zusammenhang an das Land Vorarlberg und die Wirtschaftskammer, sich für einen Verbleib der Tennisproduktion in Kennelbach einzusetzen. Gerade in diesen schwierigen Zeiten mit der hohen Arbeitslosigkeit im Lande müsse alles getan werden, um die bestehenden Arbeitsplätze zu erhalten.

Sollte dies nicht möglich sein, werde der Betriebsrat in den Verhandlungen über die gesetzlichen Ansprüche hinaus ganz entschieden auf ein soziales Maßnahmenpaket (u. a. Sozialplan, Arbeitsstiftung) für die betroffenen Mitarbeiterinnen pochen und drängen. Dabei gelte es die sozialen Härten für die Betroffenen abzumildern und ihnen wieder möglichst rasch eine (berufliche) Perspektive zu geben.

„Die Firma hat mit den Beschäftigten in den vergangenen Jahren ein gutes Geschäft gemacht. Sie muss sich jetzt auch zu ihrer sozialen Verantwortung bekennen“, stellt der Betriebsratsvorsitzende Indlekofer klar.

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