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Emotionale Debatte um Raststätte

Die Informationsveranstaltung der Stadt Lindau stieß auf große Resonanz.
Die Informationsveranstaltung der Stadt Lindau stieß auf große Resonanz. ©Andreas Boschi
Informationsveranstaltung zur Nachnutzung des ehemaligen Autobahnzollamts

Erste von mehreren Diskussionsrunden förderte wenig Neues, aber viele Details zutage.

Lindau. Auf Initiative der Stadt Lindau fand am vergangenen Montag eine öffentliche Informationsveranstaltung zur geplanten Raststation am ehemaligen Autobahnzollamt statt. Zahlreiche interessierte Bürger aus Lindau und Hörbranz nutzten die Gelegenheit, um sich aus erster Hand zu informieren und die Betreiber, Gutachter sowie Vertreter von Politik und Verwaltung mit ihren Fragen und ihrer Kritik zu konfrontieren. In der teils emotional geführten Debatte standen vor allem der Verlust des Amerikawegs und der Schutz vor Emissionen im Vordergrund. Wie berichtet, befürchten neben den direkten Anrainern in Hörbranz auch die Bewohner der angrenzenden Lindauer Stadtteile aufgrund des prognostizierten Mehrverkehrs um ihre Lebensqualität. Während die Gutachten der Betreiber keine Verschlechterung der Situation erwarten, betrachten die Anrainer ebendiese Expertisen mit großem Argwohn. Die Lindauer Oberbürgermeisterin Petra Seidl forderte deshalb den “höchstmöglichen Schutz für die Stadt, vor allem im Bereich Zech und Oberhochsteg”.

Weitere Info-Veranstaltungen

Wertvolle Erkenntnisse sollte in diesem Punkt die strategische Umweltverträglichkeitsprüfung des Amtes der Vorarlberger Landesregierung liefern, mit deren Abschluss Rhomberg-Geschäftsführer Peter Greußing in rund zwei Monaten rechnet: “Ich plädiere dafür, die Diskussion im Anschluss daran wieder aufzunehmen.” Damit rennt er bei Seidl offene Türen ein: “Ich denke, es ist uns gelungen, eine breite Informationsplattform zu bieten. Das war auch nötig. Je nach Projektstand werden wir deshalb weitere Veranstaltungen organisieren. Damit kann Transparenz geschaffen werden, wie die unterschiedlichen Behördenverfahren ablaufen und wie es im Procedere weiter geht. Außerdem können dadurch wertvolle Hinweise an den Projektbetreiber herangetragen werden.” Konkret ist damit die Ausdehnung des Prüfungsumfangs auf Deutschland gemeint. Joachim Nägele, Pressesprecher der Raststation Hörbranz GmbH, zeigte sich einverstanden, nun auch in Zech Umweltdaten zu messen. Die Diskussion förderte auch ein paar interessante Details zutage. So rechnet Gutachter Josef Galehr mit täglich 2.500 Pkw auf dem zur Raststätten-Zufahrt umfunktionierten Amerikaweg.

Anrainer skeptisch

Wenig euphorisch äußerten sich die Vertreter der Anrainergruppierungen. Franz Pichler zeigte sich enttäuscht, “dass die Betreiber uns nicht entgegen kommen. Es wird hier lediglich ein Projekt stur verteidigt. Auch den Aussagen des anwesenden Gutachters konnte ich nichts abgewinnen.” Er habe von der Veranstaltung nicht viel mitgenommen. Auch Daniele Kraft, die den Protest in Lindau initiierte, kann den Argumenten des Betreibers nichts abgewinnen: “Trotz unserer Einwände hat sich in der Planung nichts geändert. Wir müssen nun auf die Prüfung des Landes Vorarlberg und der Bezirkshauptmannschaft Bregenz hoffen.” Die Informationsveranstaltung bewertete sie jedoch positiv: “Das ist eine gute Idee.” AB

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