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EM-Sonntage ohne Shopping

Bregenz - Wenn EURO-Schlachtenbummler entlang der Fan-Meilen Lust auf Shopping verspüren sollten, dürften sie an den EM-Sonntagen wenigstens in einem Drittel der Geschäfte auch Einlass finden.

Das ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage bezüglich des Shoppings in Wien, Klagenfurt, Salzburg und Innsbruck. Mit Sonntagseinkauf in Vorarlberg, etwa rund um’s Public Viewing auf der Festspielbühne und andernorts, ist’s allerdings nicht weit her.

Doris Feurstein, Marketing-Verantwortliche in der Vorarlberger Spar-Zentrale, auf Anfrage: „In Vorarlberg hat der Gesetzgeber keine Sondergenehmigungen für erweiterte Öffnungszeiten erlassen – aus diesem Grund sind auch bei Spar, Interspar und Eurospar keine Sonderöffnungen an den EM-Sonntagen vorgesehen.“

Der Marketingleiter der Handelskette Sutterlüty, Mag.(FH) Alexander Kappaurer, bedauerte ebenfalls, dass aus erwähntem Grund keine erweiterten Offenhaltezeiten möglich sind. „Vor allem in Bregenz am Hafen – also in unmittelbarer Nachbarschaft zu Seebühnen-ZDF-Studio und Festspielen – muss das internationale Publikum unsere geschlossenen Supermarkttüren als Negativeindruck mit nach Hause nehmen. Von einer Offenhaltemöglichkeit hätten wir uns sehr viel versprochen.“ Sutterlüty hat an EM-Sonntagen seine „Gusto’s“ in Bregenz-Hafen, in Dornbirn-Bahnhof, Rohrbach und Kehlerpark geöffnet (7.30 bis 14 h), am Bahnhof auch den Supermarkt mit eingeschränktem Sortiment (6 bis 21 h).

Eric Thiel vom Stadtmarketing Bregenz gab sich indes überzeugt, dass sich der Schaden in Grenzen halten sollte. „Wenn die Fußballspiele um 18 Uhr starten, ist sowieso niemand mehr in der Innenstadt unterwegs – die einen geben sich das Spektakel daheim oder im Stammlokal und die anderen eben im Festspielareal, wo mit Nationen-Bars, Spielelandschaft, Beach-Bar u. v. a. m. für Kurzweil und Unterhaltung perfekt gesorgt ist.“ Aus dem Grund werde man auch ohne offene Geschäfte gut über die Runden kommen.

Aus dem Büro des Landeshauptmannes, der zu einer entsprechenden Verordnung ermächtigt wäre, hieß es gestern wie schon bei früherer Gelegenheit, dass Sausgruber in der Sache nur dann aktiv geworden wäre, wenn die Sozialpartner entsprechende Wünsche an ihn heran getragen hätten. Nachdem aber auf seine Anfrage weder die Unternehmer- noch die Dienstnehmerseite in Sachen längere Öffnungszeiten einen Bedarf artikulierten, nahm der Landeshauptmann von einschlägigen Maßnahmen Abstand.

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