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"EM-Euphorie in der Schweiz größer"

Armin Meier, Geschäftsführer der Sportevent-Agentur IMG in der Schweiz, ist zugleich auch Direktor der Tour de Suisse.

Anlässlich des Abstechers der Schweiz-Radrundfahrt nach Tirol verglich Meier, der in die Turbulenzen zwischen IMG und dem GAK nicht verwickelt ist, im Interview mit der APA – Austria Presse Agentur die beiden Veranstalterländer der Fußball-Europameisterschaft 2008, bei der die IMG in die Organisation eingebunden ist.

APA: Was hat die IMG mit der EURO zu tun?

Meier: „Wir wurden von der UEFA beauftragt, in Österreich und in der Schweiz die Hospitality-Pakete zu verkaufen. Also die VIP-Angebote, hauptsächlich für Firmen.“

APA: Wie läuft das Geschäft?

Meier: „In Österreich noch schleppend, in der Schweiz aber hervorragend. Die großen Banken in Zürich und Bern kaufen uns die Bude leer.“

APA: Gibt es Gründe dafür?

Meier: „Die Euphorie für die Fußball-Europameisterschaft in der Schweiz ist wesentlich größer. Das spürt man deutlich im ganzen Land. Das hängt auch mit den Erfolgen der Nationalmannschaft zusammen. Denn im Prinzip sind die Österreicher, wenn es um Sport geht, viel begeisterungsfähiger. Das sieht man in vielen Sportarten, speziell beim Skifahren.“

APA: Als Direktor der Tour de Suisse mussten sie zuletzt mit den Österreichern zusammenarbeiten. Wie klappt das?

Meier: “Österreicher und Schweizer sind nicht so verschieden. Das klappte bei der Tour de Suisse in den letzten sechs Jahren, in denen wir dreimal in Österreich waren, hervorragend. Das wird auch bei der EURO wirklich sehr gut funktionieren. Es gibt ähnliche Strukturen, auf die man zurückgreifen kann.“

APA: Zum Beispiel?

Meier: „Wenn der Tross über die Grenze fährt, geht das nahtlos. Die begleitende Polizei muss nur die Frequenz wechseln und arbeitet mit den österreichischen Kollegen zusammen.“

APA: Die Tour de Suisse rollt im kommenden Jahr zeitgleich mit der EURO durch die Schweiz, gibt es da keinen Interessenkonflikt?

Meier: „Nein, im Gegenteil. Im kommenden Jahr werden 100.000 Sporttouristen in der Schweiz sein wegen der EURO, da ist die Tour ein klassischer und perfekter Side-Event. Auch mit dem TV haben wir keine Probleme, da es bei der EURO, im Gegensatz zur WM im Vorjahr, keine Nachmittagsspiele gibt. Wenn eine Etappe beendet ist, beginnen erst die Fußball-Spiele.“

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