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Elisabeth Amann las bei der Finissage im Frauenmuseum

Autorin Elisabeth Amann hatte eine herbe Kindheit,  hat sich aber mit ihrer Vergangenheit "versöhnt".
Autorin Elisabeth Amann hatte eine herbe Kindheit, hat sich aber mit ihrer Vergangenheit "versöhnt". ©Helmut Köck
Impressionen von der Finissage im Frauenmuseum

Feldkirch-Hittisau. Die in Feldkirch lebende Autorin Elisabeth Amann las in Hittisau aus ihrem neuen Buch “Dieses bisschen Glück …”. Es war gleichzeitig die Finissage der Ausstellung “Frauennachlässe”. Es gab großen Applaus der zahlreichen Besucher, trugen doch ihre Vortragsweise und das schöne Ambiente im Frauenmuseum dazu bei.

Ein ganzes Jahr hat die Autorin an diesem neuen Buch geschrieben, und schildert darin ihre Kindheit im Pongau. “Ich habe ein herbes, hartes Leben gehabt”, erzählt die Autorin, die schon 1999 im berührenden Buch “Früherer Hände” über ihre Ehe mit 7 Kindern und einem alkholkranken Mann erzählt.

“Ich habe mich mit meiner Vergangenheit versöhnt, wenn man das nicht kann sollte man nicht schreiben. So konnte ich das neue Buch mit Humor, mit dem nötigen Abstand, mit dem Versöhntsein schreiben und habe jetzt eine große innere Freiheit. Und ich glaube, bei jedem Menschen steht die Suche nach ein bisschen Glück”, so Elisabeth Amann in ihrer Einführung.

Herbe Kindheitserinnerungen

In der ganz persönlichen Rückschau eröffnet die Autorin Einblicke in den Frauen- und Kinderalltag der Kriegs- und Nachkriegsjahre und veranschaulicht die Umbrüche in der ländlichen Lebenswelt, wie sie sich in den österreichischen Alpenregionen zwischen den 1930er und 1960er Jahren vollzogen haben.

Schon als Kind wechselte die Autorin mit ihrer Familie öfter den Wohnort innerhalb des Salzburger Pongaus, als Jugendliche kommt sie auf verschiedene Dienstposten: als Magd, Dienstmädchen, Köchin. Ihre Eltern, Kinder von Bauern, sind nach dem Krieg auf der Suche nach einem eigenen Zuhause und einer selbst bestimmten Existenz. Die älteste Tochter muss früh und tatkräftig an der Verwirklichung dieser Ziele mitarbeiten – mehr als ihrem seelischen und gesundheitlichen Wohl zuträglich ist.

Die Feldkircher Autorin erntete im vollen Saal des Frauenmuseum großen Applaus, trugen doch ihre Vortragsweise und das schöne ambiente im Frauenmuseum dazu bei.

Vergnüglicher Abschluss der Finissage

Einen wirklich unterhaltsamen Ausklang der Ausstellung boten dann die Musikethnologin und Volksmusikforscherin Evelyn Fink-Mennel gemeinsam mit ihrer Mutter Wilma Fink gemäß dem Ausstellungsthema “Nachlässe aus Frauenhand”. Begeistert musizierten die Beiden nach dem traditionellen Leitspruch, “Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder”.

Das Buch “Dieses bisschen Glück …” – Stationen einer rastlosen Kindheit und Jugend (1941- 1955) erschien im boehlau-Verlag ISBN 978-3-205-78431-9

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