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EL-Debakel für Rapid Wien: 0:6-Niederlage in Valencia

Rapid Wien schlitterte am Donnerstag in der Europa League in ein 0:5-Debakel gegen Valencia.
Rapid Wien schlitterte am Donnerstag in der Europa League in ein 0:5-Debakel gegen Valencia. ©AFP
Nach nur 35 Spielminuten platzte der große Europa League-Traum von Rapid Wien. Mit einem 0:6-Debakel endete das Sechzehntelfinal-Hinspiel gegen Valencia.
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Chancenlos und geschockt zeigten sich die Rapidler bei ihrem Auswärtsauftritt gegen Valencia und mussten die höchste Auswärtsniederlage der Clubgeschichte hinnehmen. Innerhalb von 35 Minuten ließen die Spanier den großen Europa League-Traum der Grün-Weißen durch Tore von Santi Mina (4., 25.), Parejo (10.), Negredo (29.), Gomes (35.) platzen. In der 89. Minute legte Rodrigo nach.

Rapid Wien lief in EL-Debakel

In jenem Stadion, in dem am 27. März 1999 auch die österreichische Nationalmannschaft beim 0:9-Debakel gegen Spanien ihr Waterloo erlebt hatte, legte Rapid einen katastrophalen Start hin und war schon zur Halbzeit mit fünf Toren im Hintertreffen. Das entsprach dem Halbzeitstand bei jenem denkwürdigen Spiel in der Qualifikation zur EM 2000, nach dem Herbert Prohaska als ÖFB-Teamchef seinen Hut nahm. Santi Mina verwertete schon in der vierten Minute eine kurze Hereingabe von Andre Gomes, in der 10. Minute war es Daniel Parejo, der nach einem Lochpass von Mina seelenruhig einschob. In der 25. Minute vollendete wieder Mina höchstselbst, als er eine Piatti-Flanke von links zum 3:0 nützte. Mittelstürmer Negredo (29.) legte ein weiteres Tor nach. Als Vorlagengeber trat ebenso wie beim 5:0 durch Gomes (35.) der 20-jährige Rechtsaußen Mina in Erscheinung, der somit an allen Toren beteiligt war.

Valencia überrannte die Wiener

Auffällig war, dass die Treffer – vom 2:0 durch Parejo abgesehen – nach dem selben Strickmuster fielen. Immer wanderte der Ball auf die Seite und wurde blitzschnell zentral ins Rapid-Abwehrzentrum gespielt, wo stets ein Grün-Weißer die Aktion verschlief und zu weit von seinem Gegenspieler entfernt stand.

Valencia agierte im Vergleich zu vielen Liga-Auftritten in dieser Saison wie ausgewechselt. Die Spanier begannen überfallsartig und ließen Rapid überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Allerdings agierten die Gäste aus Österreich tendenziell auch zu passiv, ließ Aggressivität und Zweikampfbereitschaft vermissen. Dass die erste Gelbe Karte gegen einen Rapidler erst in der 57. Minute Stefan Schwab traf, könnte man als symptomatisch bezeichnen.

Rapid vergab die einzigen Chancen

Nach dem Seitenwechsel schaltete Valencia mindestens einen Gang zurück, und die Wiener spielten einigermaßen mit. In der 71. Minute probierte es Thanos Petsos mit einem frechen Freistoß von der linken Seite, Matej Jelic (82.) scheiterte mit einem Kopfball aus aussichtsreicher Position am australischen Teamgoalie Mathew Ryan.

Kurz vor Schluss traf noch Rodrigo aus kürzester Distanz zum 6:0. Valencia gewann damit auch das fünfte Europacup-Heimspiel gegen einen österreichischen Club, für Rapid gab es auch beim siebenten Gastspiel in Spanien nichts zu erben. Mit sechs Toren Unterschied hat Rapid in einem europäischen Wettbewerb aber auch noch nie verloren.

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(APA/Red)

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