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Eisiger Winter: Mehrere hundert Kältetote

Eisige Zeiten in Europa: Die extreme Kälte dieses Winters mit zweistelligen Minusgraden hat bereits mehrere hundert Menschenleben gefordert. Allein in Polen stieg die Zahl der Kältetoten seit Winterbeginn bis Dienstag auf 159.

In Moskau wuchs sie seit Ende Oktober auf 136. In Deutschland forderten die frostigen Temperaturen fünf Opfer. Auch in Ungarn, Tschechien und Frankreich erfroren Menschen. In Rumänien starben 15 Menschen in der Kälte.

In Deutschland war es in der Nacht auf Dienstag vielerorts noch kälter als in der Nacht zuvor. Am unbewohnten bayerischen Funtensee wurden 36,2 Grad unter Null gemessen, nach 34,8 Grad Frost in der Nacht zum Montag, teilte der Wetterdienst Meteomedia mit.

In der Ukraine erfroren in der Nacht zum Dienstag 26 Menschen, wie die Behörden in Kiew mitteilten. Dagegen atmete die russische Hauptstadt Moskau erleichtert auf, als das Thermometer auf „milde“ minus 18 Grad stieg. In der Nacht wurde nur noch ein Erfrierungsopfer verzeichnet. Die Zahl der Kältetoten in Moskau seit Ende Oktober stieg damit auf 136. Unangenehm frostiges Wetter herrschte im Süden Russlands, selbst an der Schwarzmeerküste war es minus 20 Grad kalt.

In der Gemeinde Balsa, nahe der nordostungarischen Bezirksstadt Nyiregyhaza, erfror ein 58-Jähriger in seiner Wohnung. In Tiszafüred – 160 Kilometer östlich von Budapest – war bereits am Montag ein 73- jähriger Mann an Unterkühlung gestorben. Im Krankenhaus der tschechischen Stadt Sumperk starb ein 74-jähriger Mann, den Passanten im Schnee liegend gefunden hatten. Es war bis zum Dienstag mindestens der 18. Kältetote in Tschechien. Aber auch im Westen Europas, in Joinville-le-Pont südöstlich von Paris, lag ein Obdachloser tot in einem Autowrack. Er war vermutlich der Kälte zum Opfer gefallen.

In Polen ließen sich bei Temperaturen bis zu minus 30 Grad seit dem Wochenende mehr als 1.000 Menschen wegen Erfrierungen in Krankenhäusern behandeln. In Krakauer Parkanlagen wurden Kohlebecken aufgestellt, damit sich Obdachlose aufwärmen können. In Masuren waren etwa 1.00 Haushalte vom Zusammenbruch der Gasheizung betroffen.

Die extreme Kälte mit Tiefsttemperaturen von minus 30 Grad hat bis Dienstag in Rumänien laut Medienberichten mindestens 15 Menschenleben gefordert. Die meisten Opfer gab es im besonders von der Kälte betroffenen Norden und Osten des Landes. In den nördlichen Regionen, aber auch in Teilen der Hauptstadt Bukarest brach das Heizsystem wegen Störungen an den Gasleitungen zusammen.

Eisige Temperaturen bis zu minus 13 Grad und Sturm sorgten auch in Griechenland für Probleme. Die verschneite Akropolis in der Hauptstadt Athen wurde wegen Glättegefahr für Besucher geschlossen. Inlandsflüge wurden gestrichen, die Fährverbindungen auf der Ägäis eingestellt, vielerorts fiel der Strom aus.

In der Ägäis ist am Dienstagnachmittag ein Frachter mit 17 Seeleuten wegen stürmischer Winde und eines Motorschadens gekentert. Die Küstenwache versuchte am Nachmittag, zwei Seeleute zu finden, die in ein Rettungsboot gestiegen waren. Der Sichtkontakt zu ihnen sei jedoch verloren gegangen, hieß es.

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