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Eiseskälte in Europa: Bahngleise eingefroren

Mit eisigen Temperaturen bis unter minus 30 Grad hat die Schweiz die bisher kälteste Nacht des Jahres erlebt. Am tiefsten sanken die Werte mit minus 32,4 Grad in Buffalora am Ofenpass im Kanton Graubünden.

Dies teilten Meteorologen am Dienstag mit.Bahn-Weichen froren ein. Zu schaffen machte die Kälte zum Start des meteorologischen Frühlings auch den Schweizerischen Bundesbahnen. Wegen eingefrorener Weichen mussten am Morgen mehrere Strecken zeitweise gesperrt und Züge umgeleitet werden.

Pullover und Wärmflaschen für Affen

Angesichts der frostigen Temperaturen haben die Affen im römischen Tierpark Pullover und Wärmflaschen bekommen. Das italienische Fernsehen zeigte am Dienstag Bilder von einer kräftigen Orang-Utan-Dame, die sich einen ausgeleierten Pullover überstülpte. Die Zooleitung verteilte außerdem alte Decken und Wärmflaschen an die Tiere. Die Schimpansen wurden von den Pflegern mit warmem Tee, Brioche und Keksen versorgt. Alle Tiere erhielten wegen der in Rom ungewöhnlich niedrigen Temperaturen um den Gefrierpunkt zusätzliche Futterrationen. Selbst in den sonst Sonnen verwöhnten süditalienischen Städten Neapel und Bari fiel Schnee, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Im Norden, in einigen Bergregionen von Friaul und Südtirol, wurden Temperaturen bis minus 30 Grad registriert. Nach Angaben der Behörden wird es vorerst bei der „sibirischen Kälte“ in Italien bleiben.

Strengste Kältewelle seit 50 Jahren in Spanien

Die Spanier zittern unter der strengsten Kältewelle seit fast 50 Jahren. In Nordspanien wurde im Pyrenäental Salazar in der Region Navarra nach Angaben des Wetteramts in der Nacht zum Dienstag eine Temperatur von minus 24,8 Grad gemessen. Der historische Kälterekord in Spanien liegt bei minus 32 Grad, gemessen im Februar 1956 im Pyrenäen-Ort Lago Estangento. In Südspanien saßen Hunderte von Menschen bei eisiger Kälte in der Gegend von Granada auf eingeschneiten Autobahnen fest. Viele von ihnen verbrachten die Nacht nach Rundfunkberichten in ihren Fahrzeugen. Etwa 500 Autofahrer und Passagiere von Reisebussen wurden in Raststätten und im Rathaus der Kleinstadt Guadix untergebracht. Die Behörden hatten auf Grund der Kältewelle für weite Teile Spaniens Unwetteralarm gegeben und von Reisen mit dem Auto dringend abgeraten.

Schneefall behindert den Verkehr

Auch in Griechenland ist der Winter noch einmal massiv zurückgekehrt. Starker Schneefall behindert seit Dienstagmorgen den Verkehr in fast allen Regionen Nordgriechenlands. Wie das Fernsehen berichtete, schneite es auch in der Hafenstadt Thessaloniki. Die meisten Straßen waren nach Angaben der Polizei nur mit Schneeketten zu befahren. Die Meteorologen rechneten bis zum Wochenende mit Sturm und Schneefall.

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