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Einzigartige Sammlung in Angelika-Kauffmann-Museum

Schwarzenberg - Eine herausragende Sammlung von klassizistischem Porzellan in höchster Qualität wird in der Winterausstellung des Angelika-Kauffmann-Museums gezeigt. Angelika-Kaufmann-Museum

Das Angelika-Kauffmann-Museum in Schwarzenberg ist weltweit das einzige Museum, das Angelika Kauffmann auch im Kunstgewerbe zeigen und Originalgemälden und Graphik gegenüberstellen kann.

Am 27. November um 18 Uhr eröffnet das Angelika Kauffmann Museum in Schwarzenberg seine Winterausstellung 2008/09. Unter dem Titel „ Das Beste. Aus der Kunstsammlung der Gemeinde Schwarzenberg“ sind 12 Blätter Originalgraphik, 26 Radierungen nach Angelika Kauffmann Gemälden, zwei Originalzeichnungen und vier Ölbilder von ihrer Hand ausgestellt. Im Mittelpunkt steht die Entstehungs-geschiche des Hochaltarbilders von Angelika Kauffmann in der Schwarzenberger Pfarrkirche. Mit dem Gipsmodell ihrer Porträtbüste, um 1795 entstanden, ist die Malerin sehr präsent.  Außerdem werden kunstgewerbliche Objekte gezeigt, dekoriert mit Motiven, die auf Stichvorlagen nach Kauffmann zurückgehen. Einmalig wird das Angelika Kauffmann Museum durch die Gegenüberstellung von Gemälden und Grafik zu antikem Porzellan mit Kauffmann Motiven – das gibt es in keinem anderen Museum auf der Welt zu sehen. Die Tassen und Teller sind von höchster Malqualität, zwischen 1800 und 1820 vorwiegend in der Wiener Porzellanmanufaktur entstanden.

Weitere Info vom Kulturbeauftragten der Gemeinde Schwarzenberg, Sepp Pokorny:

Die Werke von Angelika Kauffmann sind nicht nur auf Leinwand und Papier beschränkt, sondern sie sind auch auf allen anderen Medien zu finden, die in ihrer Epoche, dem 18. Jahrhundert, Künstlern zur Verfügung standen. Sie schuf Fresken und Wandmalerein für Innenräume, wie etwa in der Eingangshalle der Royal Academy in London. Neben eigenhändigen Stichen wurden ihre Gemälde von den bedeutendsten Kupferstechern ihrer Epoche in Grafik umgesetzt, was zu ihrer internationalen Bekanntheit und Beliebtheit beitrug.

Die Werke von Angelika Kauffmann finden sich in den bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt. Berühmte Graphik-Sammlungen verfügen über umfangreiche Kauffmann Kupferstich-Bestände. In keinem dieser Museen gibt es aber die dritte Sparte von Angelika Kauffmann Reproduktionen, nämlich auf Porzellan oder anderen Materialien, wie sie in der kunstgewerblichen Rezeption der Künstlerin große Bedeutung und Verbreitung schon zu ihren Lebzeiten erfuhren.

Ein Zeitgenosse schrieb aus London „The whole world is Angelicamad“ – „Verrückt nach Angelika“. Diese regelrechte Angelika Kauffmann Mode schuf eine Nachfrage, die vom Kunsthandwerk bedient wurde. Nach den weitverbreiteten Stichen nach Angelika Kauffmann Gemälden produzierten Tischler Möbel mit intarsierten Kaufmann Szenen, ihre Bilder konnte man auf Fächern kaufen, Innenräume würden mit Tapeten mit ihren Motiven verschönt, Porzellanmanufakten  schufen Figuren und Gruppen nach Kauffmann, Juweliere schnitten Gemmen und Emailmedaillons mit von Kauffmann gemalten Köpfen, Kauffmann gab es auf Gläsern und Lackarbeiten. Am beliebtesten und verbreitetsten waren Porzellane – Tassen, Teller, Anbiete-platten und Vasen -, die von den bedeutsten Manufakturen zu Anfang des 19. Jahrhunderts mit Kauffmann Motiven dekoriert wurden.

Die großen Porzellanmanufakturen, vor allem Wien, aber auch Meissen, Berlin, Sèvres und russische Manufakturen besaßen umfangreiche Kupferstichsammlungen, natürlich auch mit zahlreichen Stichen nach Kauffmann, die dort von den besten Porzellanmalern auf Porzellan übertragen wurden. Kauffmann Motive waren mit Abstand am beliebtesten, kein anderer Künstler wurde so häufig auf Porzellan reproduziert. Solche Miniaturmalerei wurde von den sogenannten „Historienmalern“ ausgeführt, die die angesehensten und besten Maler waren, und –  was sonst nicht üblich war –  auch ihre Porzellangemälde signieren durften, wie vier Tassen der Schwarzenberger Sammlung mit der Signatur „K. Herr“ zeigen.

Zu dem Thema ist eine Broschüre „Angelika Kauffmann – Verewigt auf Porzellan“ erschienen, die über das Angelika Kauffmann Museum erhältlich ist.

 

 

Brand 5 6867 Schwarzenberg

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