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Einsatz mit musikalischer Begleitung

Bregenz - "Papa, Onkel und Cousin sind bei der Feuerwehr, das ist bei uns so eine Art Familientradition", sagt Barbara Rösler.

Die 25-jährige Bregenzerin ist seit fünf Jahren Feuerwehrfrau, die erste bei der Bregenzer Wehr. Mittlerweile gibt es schon zwei weibliche Mitglieder. „Als ich eingetreten bin, gab’s noch einige Skeptiker, aber mittlerweile hat sich das total gelegt, auf Sticheleien reagiere ich halt angemessen“, lacht sie. Barbara Rösler ist derzeit viel im Kulturbereich im Einsatz, hat Brandwache im Kornmarkt-Theater und bei den Festspielen. „Es sind immer mehrere Kollegen der Feuerwehr vor Ort. Im Fall des Falles geht es vor allem darum, die Besucher schnell zu evakuieren.“ Guter Nebeneffekt: Man erlebt so ziemlich das ganze Programm der Festspiele mit. „Auf die ,ToscaÑ freue ich mich, die hab ich noch nicht gesehen“, so Rösler.

Doch während das Publikum sich voll und ganz auf das Spektakel konzentrieren kann, sind die Feuerwehrler vor allem auf deren Sicherheit bedacht. Der erste „Ernstfall“ ereignete sich gleich am ersten Abend der Festspiele: Chloralarm im benachbarten Hallenbad. Rösler war mit der Atemschutztruppe direkt am Ort des Brandausbruchs. Doch die Lage stellte sich zum Glück nicht als gefährlich heraus. „Das ist das Spannende an der Tätigkeit bei der Feuerwehr, alles kann sich blitzschnell anders entwickeln, man muss auf alles eingestellt sein.“

Hauptjob bei Gericht

Ihren Nebenberuf bei der Feuerwehr sieht sie als gute Ergänzung zu ihrem Hauptjob als Justizbedienstete beim Bezirksgericht Bregenz. Die eher trockene Materie bei Gericht lässt sich mit etwas Nervenkitzel bei der Feuerwehr gut kombinieren. „Das was mir am besten gefällt, ist die Freundschaft und der Zusammenhalt in unserer Wehr, jeder kennt jeden und man ist wie eine große Familie.“

Schon als kleines Kind wollte die 25-Jährige Feuerwehrfrau werden, war stets beeindruckt von den Erzählungen des Vaters und des Onkels. „Irgendwann hab ich dann einfach angefangen“, sagt Rösler. Mittlerweile hat sie zwei Sterne auf den Schulterklappen und darf sich „Oberfeuerwehrfrau“ nennen. Als Teil der Atemschutztruppe ist sie oft mit als Erste am unmittelbaren Geschehen, um das Feuer von innen anzugreifen oder Personen zu bergen.

Was sie sich wünscht? „Dass mehr junge Leute zur Feuerwehr kommen. Hier lernt man etwas fürs Leben: Kameradschaft und Verantwortung.“ Und bei der Festspielwache könne man schließlich auch noch seine Kulturkenntnisse etwas aufbessern.

ZUR PERSON

Barbara Rösler Beruf: Justizangestellte
Alter: 25
Familie: ledig
Ausbildung: Hauptschule in Bregenz, danach Lehre als Drogistin
Lieblingsessen: Nudeln und Pizza

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