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Einsatz für sicheres Wandern

©Thüringer
Silbertal - Walter Zudrell ist einer der vielen ehrenamtlichen Wegwarte des Österreichischen Alpenvereins.

Vor der Vielseitigkeit Walter Zudrells aus dem Silbertal muss man einfach den Hut ziehen. Seine Leidenschaft sind die Berge und die heimatliche Kultur zu ihren Füßen. Daher hat er auch die unterschiedlichsten Zugänge zu diesem Thema. Einer ist das Bergsteigen selbst, das er schon als junger Bub in der Jungmannschaft des ÖAV von der Pike auf lernte. Die Erfahrungen im Kreise der Kameraden prägten ihn nachhaltig. „Das Zusammenleben in dieser Gruppe war mir ein großes Vorbild“, das Walter bei der Gründung seines eigenen Vereins „Bergfreunde Silbertal“ umsetzte.

Im Dienste der Sicherheit

Als begeisterter Fotograf hält er schon seit 1983 Vorträge über seine Heimat, erzählt von der Lebensweise der Bauern und ihrer Bräuche. „Die Leute fragten mich immer, wo sind diese schönen Wege“, beschreibt Zudrell die Ursache für seinen Einstieg in die Wegwartearbeit. „Ich habe also angefangen, die Wege zu markieren.“ Seitdem leistet er mit seinen Vereinskameraden als ÖAV-Wegwart Schwerarbeit im Dienste der Sicherheit der Wanderer, montiert Zäune und Seile an kritischen Stellen, versichert Steige, baut Stufen – „sogar Eisenbahnschienen haben wir schon dazu hinaufgeschleppt“ –, errichtet Gipfelkreuze, prüft die Gipfelbücher und bewahrt sie alle auf, pflegt Brunnen, Wasserrinnen und Holzbrücken, markiert, stellt Schilder auf und muss immer wieder reparieren, weil es eben leider auch am Berg Vandalen gibt, die zu seinem Ärger Freude am Zerstören haben.

Auf alte Wege achten

Richtig sauer wird Walter Zudrell, wenn Holzarbeiter die Äste einfach auf den Wegen liegen lassen. Mit ihnen hat er schon manchen Strauß ausgefochten. Nur mehr wundern kann er sich über Menschen, die Bänke den Abhang hinunterwerfen, Wegschilder als Souvenir stehlen. Auch bedauert er, dass Forstwege alte Wanderwege durchschneiden, die dadurch in Vergessenheit geraten. Gerade zu diesem Thema hat der Alpenverein eine Initiativgruppe gegründet, die auf solche langjährigen Wegerechte achtet. Zudrell hält eine weitere Idee der Gruppe für sehr gut, eine professionelle Einsatztruppe von Wegfachleuten zu schaffen, die der Wegwart vor Ort bei großen Schwierigkeiten zur Hilfe anfordern kann. Der ÖAV wird sich dazu um eine Förderung beim Land bemühen.

Tourismus profitiert

Denn der Nutznießer dieser ehrenamtlichen Tätigkeit der Wegwarte ist die Fremdenverkehrswirtschaft. „Die Gastronomie schätzt uns sehr“, bestätigt Zudrell. Das Lob und die Dankbarkeit der Touristen freut ihn besonders. „Wenns wir nicht machen würden, wäre die Gemeinde zuständig, dann wird’s teuer“, meint Walter. Punkto Marketing könnte auch der ÖAV von Walter Zudrell noch lernen. Sein Verein „Bergfreunde Silbertal“, in dem die zehn Wegwarte Aktivmitglieder sind, motivierte schon über 200 Gäste des Tales zu einer unterstützenden Mitgliedschaft. Dafür haben sie freien Eintritt bei den vielen Aktivitäten. Walter ist natürlich auch Mitglied der Trachtentanzgruppe. Die Gemeinde Semmering gewann Zudrell als Partnergemeinde Silbertals. „Daraus entstand eine tiefe Freundschaft“, was ihn besonders freut.

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