Einnahmen und Ausgaben um eine halbe Million höher als im Vorjahr.

Trotz Rekordbudget bleibt der Gemeinde Schlins finanzieller Spielraum.
Trotz Rekordbudget bleibt der Gemeinde Schlins finanzieller Spielraum. ©Harald Hronek
Der Rechnungsabschluss 2007 der Gemeinde ist bisheriger Budgetrekord. Mit über 5,5 Millionen Euro liegen die Gesamtausgaben und -einnahmen über eine halbe Million Euro höher als im Jahr 2006.

Seitens des Prüfausschusses wurde die sparsame Verwaltung und die ordentliche Buchführung gelobt. Nach dem detaillierten Finanzbericht durch Bürgermeister Harald Sonderegger wurde die Verwaltung entlastet und der ausgeglichene Rechnungsabschluss in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro von der Gemeindevertretung einstimmig genehmigt. Schulden angestiegen Investitionsschwerpunkte waren die Fertigstellung der neuen Sportanlage Untere Au mit über einer Million Euro, der Ausbau der Kanal und Wasserversorgung (639.000 Euro), Neu- und Ausbau von Gemeindestraßen (106.000 Euro) und der Ankauf von Grundstücken (270.000 Euro). Insgesamt wurden direkt investitionswirksame Ausgaben von über 2,3 Millionen Euro ge- tätigt. „Dies entspricht 41 Prozent des Gesamtbudgets“, erläutert Sonderegger. Zur Bedeckung solch großer Investitionen wurden geförderte Darlehen in Höhe von knapp 1,3 Millionen Euro aufgenommen. Die restliche Bedeckung erfolgte aus dem laufenden Budget und einer geringfügigen Rücklagenauflösung von rund 21.000 Euro. Dadurch ist die in den letzten fünf Jahren kontinuierlich gesunkene Verschuldung wieder auf das Niveau von 2003 angestiegen. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag Ende 2007 bei 2023 Euro. „Große Ausgabenbrocken, die von der Gemeinde nicht unmittelbar beeinflusst werden können, bilden die Sozialhilfe- und Pflegegeldbeiträge mit insgesamt rund 188.000 Euro und die Betriebsabgangsbeiträge zu den Spitälern mit 219.000 Euro“, stellt der Bürgermeister fest, und dass diese Ausgaben immerhin eine Pro-Kopf-Belastung von 172 Euro darstellen. Auf der Einnahmenseite schlagen die Ertragsanteile aus den gemeinschaftlichen Bundesabgaben mit 600 Euro pro Einwohner zu Buche. Sozialhilfe und Spitalsbeitrag belasten die Gemeindekassa mit rund einem Drittel der Bedarfszuweisungen. Sparsam ist man in Schlins bei den Personalkosten. Mit knapp 500.000 Euro liegen diese – im Vergleich zu anderen Gemeinden im Walgau – unter zehn Prozent des Gesamtbudgets.

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