Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Eine wunderbare Symbiose der Künste

Schlussapplaus für Musiker, Gesangssolisten und die Tanzcompany (Rose Breuss, 2. v. l. auf der Bühne).
Schlussapplaus für Musiker, Gesangssolisten und die Tanzcompany (Rose Breuss, 2. v. l. auf der Bühne). ©Edgar Schmidt
Im 2. Abo-Konzert des Concerto Stella Matutina auf der Kulturbühne AmBach begeisterten Musik und Tanz.

Götzis. (sch) Musik und Tanz sind seit Menschengedenken enge Geschwister und nichts Außergewöhnliches. Was das profilierte und zum Publikumsmagneten gewordene Concerto Stella Matutina aber in seinem 2. Abo-Konzert auf der Kulturbühne AmBach präsentierte, war absolut sensationell und erstmalig. Unter dem Motto „Il canto d´Orfeo“ spielte das hochrangige Kammermusikensemble Werke von barocken Meistern des  frühen 17. Jahrhunderts (Kapsberger, Monteverdi, Storace, Rossi, Allegri, Landi, Sanchez und Merula), die allesamt thematisch um den Orpheus-Mythos kreisten (Trompeter Herbert Walser-Breuss bewältigte diese aufwändige Arbeit des Sammelns akribisch).

Der Abend brachte aber nicht nur die schon üblichen exquisiten instrumentalen Genüsse von Stella Matutina, sondern auch ein sensationelles visuelles Erlebnis durch die sieben jugendlichen Tänzerinnen und Tänzer der Cie. Off Verticality Tanzcompany aus Linz, welche die gebürtige Vorarlbergerin Rose Breuss gegründet hat und führt.

In ihrer Choreographie boten die exzellenten Tänzerinnen und Tänzer modernen Ausdruckstanz vom Feinsten; und obwohl Barockmusik und moderner expressiver Ausdruckstanz fürs Erste als unvereinbar gelten mögen – bei diesem Konzert geschah eine wunderbare Symbiose von Klängen/Rhythmen und höchster heutiger Ausdruckfähigkeit in tänzerischen Bewegungen und Gesten, Figuren, den Raum kunstvoll ergreifenden Aktionen etc.

Unsterblicher Orpheus

Der antike Sänger Orpheus zählt mit dem Grübler Faust und dem Verführer Don Juan zu den wichtigsten Archetypen der europäischen Kulturgeschichte. Unzählige Male scheint Orpheus in den verschiedensten Werken auf; ja Gluck gönnt dem vorerst getrennten Liebespaar Orpheus und Eurydike sogar nach der Unterweltepisode ein Happyend! Die Choreographin Rose Breuss hatte keinesfalls die Intention, die Orpheus-Story  (mit einem konkreten Ausgang)  pantomimisch/tänzerisch nachzuerzählen. Sie gestaltete mit ihrer hochbegabten Truppe vielmehr exemplarische Emotionen aus dem Orpheus-Mythos wie Liebe, Trennung,Verlust, Sehnsucht, Hoffnung, Einsamkeit, Schmerz, Tod … und dies mit einer allen Tänzerinnen und Tänzern eigenen Körpersprache, die bis in feinste Nuancen ausdrucksfähig war.  Die bekannten Gesangssolisten Judit Scherrer (Sopran) und Jakob Pilgram (Tenor) sangen ausdrucksstark auf den Orpheus-Mythus bezogene Lieder der genannten Barock-Komponisten. Ein ungewöhnliches Konzert, ein geniales Zusammenspiel von Kunst von einst und jetzt.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • VOL.AT
  • Eine wunderbare Symbiose der Künste
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen