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Eine Winteridylle am Grimselpass

Der Grimselpass im Berner Oberland hält einige besondere Angebote bereit.
Paradies für Tourenskigeher

Während der Sommermonate zählt der Grimselpass zu den meistbefahrenen Alpenpässen der Schweiz, im Winter hingegen, für die Dauer der Straßensperre, kehrt in der hochalpinen Gegend eine magische Ruhe ein. In dieser Zeit ist die zwischen Meiringen im Berner Oberland und dem Walliser Ort Gletsch gelegene Region traditionell ein Paradies für erfahrene Tourenskigeher und Winterbergsteiger.


Viele Wasserkraftwerke

Neben ihrer historischen Rolle als Verkehrsader zwischen Nord und Süd ist die Grimsel vor allem charakterisiert durch eine Vielzahl von Wasserkraftwerken, die von den in Innertkirchen ansässigen Kraftwerken Oberhasli (KWO) betrieben werden. Nicht umsonst wird in diesem Zusammenhang oft von einer gigantischen Landschaft gesprochen, in der sich Mensch und Natur gegenüberstehen. Die Geschichte der Stromgewinnung reicht hier bis in die 1930er-Jahre zurück. Mittlerweile wird die Wasserkraft in vier großen Stauseen, dem Grimselsee, Oberaarsee, Räterichsbodensee und Gelmersee gespeichert und ganzjährig genutzt. Unter der Bezeichnung „Grimselwelt“ betreiben die KWO während der Sommersaison eine Reihe von Hotels, Berghütten, Seilbahnen und anderen touristischen Angeboten. Seit einigen Wochen hat nun das auf 1980 Meter Höhe gelegene, historische Alpinhotel Grimsel Hospiz erstmals auch im Winter geöffnet und bietet erholungssuchenden Gästen eine Winteridylle der besonderen Art. Schon allein die Anreise ist spektakulär, führt sie doch, aufgrund der Wintersperre der Passstraße, zunächst durch die kilometerlangen Stollen des Grimselkraftwerks und dann per Seilbahn zum Grimsel-Stausee.

Grandiose Bergkulisse

Oben angekommen, erwartet die Reisenden die Stille des zugefrorenen Grimselsees vor der grandiosen Bergkulisse der Zentralschweizer Gletscherwelt. Das ebenfalls zu den KWO gehörende Grimsel Hospiz selbst wurde im Jahr 2010 nach historischen Vorlagen mit großem Aufwand generalsaniert und richtet sein Winterangebot sowohl an Individualreisende als auch an Firmen, die ihre internen Seminare im wahrsten Sinn des Wortes in Klausur abhalten möchten. Die Lage des Hotels, mitten in einem sensiblen Naturschutzgebiet, erfordert beim Winterbetrieb insofern Kompromisse, als die Gäste während ihres Aufenthalts den Bereich des mächtigen Felsvorsprunges, auf dem sich das Grimsel Hospiz befindet, nicht verlassen dürfen. All jenen, die trotz Sonnenterrasse und zahlreichen anderen Annehmlichkeiten noch einen gewissen Nervenkitzel suchen, wird deshalb auch die Möglichkeit zu einer Führung durch die Inspektionsgänge der Grimsel-Staumauer geboten.

Eine Fahrt zum Oberaarsee

Einen weiteren Höhepunkt dieser ungewöhnlichen Winterreise stellt die separat buchbare Fahrt mit der Betriebsseilbahn zum auf 2300 Meter Höhe gelegenen Oberaarsee dar. Hier findet sich der Besucher Aug in Auge mit hochalpinen Gletschern, die diesen im Winter ebenfalls zugefrorenen Stausee speisen. Mit diesem großartigen Anblick wurden bisher nur Skitourengeher – und dies nach beträchtlicher Anstrengung – belohnt. Für technisch Interessierte, die nicht ein paar Nächte im Grimsel Hospiz buchen wollen, bietet sich auch eine Führung durch die Kraftwerke Grimsel 1 und 2 an. Diese befinden sich tief im Inneren des wie der sprichwörtliche Schweizer Käse durchlöcherten Bergmassivs, direkt unter dem Grimselsee. Neben Zahlen und Fakten zur Elektrizitätserzeugung und einem beeindruckenden Rundgang durch die zahlreichen Kavernen zählt vor allem ein Besuch der Kristallkluft, einer riesigen, im Zuge der Bauarbeiten zufällig gefundenen Höhle voll von Bergkristallen, zu den Besonderheiten der Tour.

 

Lawinen-Trainingszentrum
Lawinen Die Lawinengefahr ist den meisten Wintersportlern präsent, viele von ihnen sind sogar mit einem entsprechenden Piepser ausgerüstet. Doch wie jüngste Untersuchungen zeigen, sind mehr als 50 Prozent der Tiefschneefahrer Freerider mit der Handhabung im Ernstfall überfordert. Im „Avalanche Trainings Center Mägisalp“ bei Meiringen im Berner Oberland wurde deshalb in mäßig steilem Gelände ein Trainingsgelände eingerichtet. In einem simulierten Lawinenkegel befinden sich in verschiedenen Tiefen vergrabene Lawinensender, mit denen der richtige Gebrauch des Suchgerätes geübt und so für den Ernstfall besser vorgesorgt werden kann. (Weitere Informationen: Bergbahnen Meiringen-Hasliberg, Tel. +41 33 9725110, Internet www. meiringen-hasliberg.ch).

Die alte Mauer wurde überflutet
Mauern I
Die 1974 fertiggestellte Émosson-Talsperre übertrifft mit 180 Metern Höhe die alte Staumauer deutlich. Diese wurde überflutet und ist nur mehr bei Niedrigwasser zu sehen.

Gewichts- und Bogenmauer stauen das Wasser des Grimselsees
Mauern II
Der Grimselsee wird durch zwei Staumauern begrenzt. Die 114 Meter hohe Spitallamm-Sperre ist eine Bogenmauer, während die 42 Meter hohe Seeuferegg-Sperre als Gewichtsmauer konstruiert wurde. Bei der Bogenmauer wird der Wasserdruck durch die gekrümmte Mauer auf die Talflanken übertragen – die Gewichtsmauer hält dem Wasserdruck durch ihr hohes Eigengewicht stand.

 

REISEINFOS

Grimsel Hospiz Das historische Alpinhotel Grimsel Hospiz ist bis 1. Mai 2011 von Mittwoch bis Sonntag, dazwischen auf Anfrage, geöffnet. Übernachtung pro Person ab CHF 345.- Buchung und Information unter Tel. +41-33-982 36 11 – weitere Informationen im Internet unter www.grimselwelt.ch/hotels.
Kraftwerk Kraftwerksbesichtigungen zwischen Jänner und April jeweils Dienstag und Freitag, Beginn 12.45 Uhr, Dauer ca. 4 Stunden (Voranmeldung erforderlich unter Tel. +41 33 9822626). Preis für Erwachsene CHF 35.- für Jugendliche und Studenten CHF 25.- Treffpunkt in Innertkirchen beim Hauptsitz der KWO.
Literaturtipps Grimsel Strom, Robert Bösch (Fotos)/Emil Zopfi (Text) – herausgegeben von den Kraftwerken Oberhasli (KWO). Skitouren Berner Alpen Ost, von Ralph Schnegg/Daniel Anker – herausgegeben vom Schweizer Alpen-Club SAC.

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