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Eine Sekunde vor ÖSV-Triplepack

Zum Auftakt der Alpinbewerbe in Sestriere hat Daron Rahlves am Donnerstag im ersten Abfahrtstraining eine eindrucksvolle Bestzeit hingeknallt und deklassierte auf der Olympia-Piste die Konkurrenz.

Hinter Rahlves, der mit Saisonende zurücktreten wird, folgte mit Respektabstand ein österreichisches Dreierpaket: Michael Walchhofer wurde Zweiter (+1,21 Sekunden), Hermann Maier Dritter (1,27) und Klaus Kröll Vierter (1,39). Der Steirer Kröll hat damit beste Chancen, am Freitag das vierte und letzte ÖSV-Abfahrtsticket überreicht zu bekommen. ”Wenn man mehr als einer Sekunde Vorsprung hat, dann kann man wohl behaupten, dass man diesen Berg mag. Es ist eine sehr aktive Abfahrt”, berichtete der 32-Jährige. Dass Rahlves Sestriere mag, hatte er auch 2004 bewiesen, als er die bis dato letzte Weltcup-Abfahrt auf dem Olympiahang vor Fritz Strobl gewann. Rahlves-Teamkollege Bode Miller landete mit 2,72 Sekunden Rückstand auf Platz 16.

Auch Abfahrts-Weltcup-Leader Walchhofer hatte gegenüber Rahlves gehörige Verspätung, bestätigte aber als Zweiter, dass er auch in Sestriere zum Kreis der Topfavoriten zählt. “Die Zeit von Rahlves beunruhigt mich nicht. Sie zeigt aber, dass es den Sieg nicht beim Fenster reinschneien wird”, so der Salzburger. Titelverteidiger Fritz Strobl, der am Donnerstag Siebenter war (1,66), meinte Richtung Rahlves: “Man hat gesehen, dass Rahlves der Mann ist, über den der Sieg führt.” Im Kampf um den vierten und letzten ÖSV-Startplatz hat Kröll seit Donnerstag noch ein Ass mehr im Ärmel. Der Steirer war gleich um 2,60 Sekunden schneller als sein größter Rivale Andreas Buder. “Schön zu wissen, dass ich die Strecke im Griff und noch Reserven habe. Aber das Freitag-Training wird sicher das wichtigere”, so Kröll, der sich auch bei Olympia mit seinem Freund Buder ein Zimmer teilt.

Maier schnupperte am Donnerstag erstmals seit Nagano 1998 Olympia-Luft, wirklich genießen konnte der Salzburger aber das erste Training nicht. Die Grippe ist Maier – vor allem seiner Stimme – nach wie vor klar anzumerken. “Es ist leider noch nicht wirklich besser. Schnell runterfahren hilft”, meinte der Flachauer, der die Strecke als “eh ganz lieb” und seine Fahrt als “eh ganz nett” bezeichnete. Ob die ersten Zeiten bereits Bedeutung für Sonntag haben? “Schwer zu sagen, ich weiß es nicht.” Dick vermummt mit Haube und Kapuze verließ der „Herminator” dann bereits wenige Minuten nach der Zieldurchfahrt die “Finish Area” in Richtung seines Zimmers – Schonung pur ist weiterhin angesagt.

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