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Eine schicksalhafte Begegnung am 30.April 1945

Hedwig Jankovsky mit ihrem "Jugendbildnis"
Hedwig Jankovsky mit ihrem "Jugendbildnis" ©Rupp
1945 - letzte Kriegsopfer

Hedwig Jankovsky wohnhaft in Möggers, wurde 1926 als zweite Tochter von August und Agatha Mathis im Kirchdorf Hörbranz geboren. Gemeinsam mit ihrer Schwester Gertrud (geb. 1923), verh. Tomberger, erlebte sie eine unbeschwerte Kindheit. Ihre Mutter entstammte der kinderreichen Familie des Schlossers Leite aus Lochau. Ihr Vater, Jahrgang 1886, war Schlosser und Obmann des Radfahrvereins ?Pfeil? in Hörbranz.

Am 30. April 1945 wurde das Leiblachtal von französischen Truppen aus dem Joch der Naziherrschaft befreit. Da jedoch niemand genau wusste, wie die Befreiung erfolgen bzw. was sich dabei ereignen würde, reagierten die Menschen auf höchst unterschiedliche Weise auf die bevorstehenden Geschehnisse. Während sich einige ängstlich in die dichten Wälder des Pfänderhanges flüchteten, suchten viele andere Schutz in den Kellern der Häuser. Nur wenige Menschen wagten sich auf die Straße oder blickten aus den Fenstern heraus.

Hedwig Jankovsky erinnert sich: ?Wir ? meine Mutter, meine Schwester und ich – gingen am Vormittag des 30. April 1945 Richtung Bergerkreuz, obwohl man schon von allen Seiten den Kanonendonner hörte. Dort sahen wir im Bach einen Soldaten mit dem Gewehr im Anschlag. An den Borten erkannten wir, dass es ein Leutnant war. Meine Mutter fragte: ?Was wännd ihr denn do?? (= Was machen Sie denn da?) Der Soldat antwortete: ?Ich verteidige mein Vaterland bis zum letzten.? Darauf entfernten wir uns. Wenige Stunden später war der Soldat tot.
Heute liegt dieser Soldat, gemeinsam mit einem Kameraden, den wir jedoch damals nicht sahen, auf dem Friedhof der Kapelle Giggelstein.?

Eine bronzene Gedenktafel an der Friedhofsmauer in Giggelstein erinnert an die beiden deutschen Gefallenen:

Leutnant Helmut Bernacisko, * 8.8. 1923 in Gleiwitz, + 30.4.1945
Obergefreiter Gerhard Glaubitz, * 28.8.1911 in Neugabel, + 30.4.1945

Bericht: Willi Rupp

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