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Eine runde Sache: EA Sports 08

Edelgrafik: FIFA08 und NBA Live 08 wissen zu begeistern.
Edelgrafik: FIFA08 und NBA Live 08 wissen zu begeistern. ©Waibel
Weihnachten 08 naht, es ist wieder Zeit für die derzeitige Auflage 08 der EA Sports Titel. „NBA Live 08“ und „FIFA 08“ heute im Test.  

Eines vorab: Beide Sportspiele wurden einer dezenten Modellpflege unterworfen, während die Verbesserungen beim Basketballsimulator marginal sind, dürfen sich Fußballfans über ein paar nette Goodies beim neuen Fifa freuen. Leider bleiben aber beide Titel hinter den jeweiligen direkten Konkurrenten „NBA2K7“ und „PES 08“ zurück. Was aber nicht daran liegt, dass sie schlechter sind – die Konkurrenz hat sich eben ordentlich ins Zeug gelegt und spielerisch mehr abgeliefert.

Herzstück ist auch heuer in “NBA Live 08” der Karrieremodus, in welchem man als Teammanager eine oder mehrere der 30 Franchises übernehmen kann. Über diverse Jahre versucht man eine sogenannte Dynastie aufzubauen, indem man zum einen Vertragsverhandlungen mit den Trainern und Spielern durchführt, Talente beobachtet bzw. verpflichtet, sowie neue Stars ins Team holt, zum anderen aber natürlich auch genaue Trainingspläne – für die gesamte Mannschaft und für die einzelnen Spieler – aufstellt, die “Starting Five” je nach der Leistungsfähigkeit bestimmt und Taktikvarianten der Mannschaft zuordnet. Leider mutiert der Managerpart 07 wieder zum Nebenpart. Der Hauptaspekt ist die Action auf dem Court. Wem das zu stressig ist, kann die Spiele auch durch die künstliche Intelligenz erledigen lassen. Xbox 360 Eigner triumphieren über die Sony Fraktion: Hier gibt es wie bereits im Vorjahr die Möglichkeit,  u.a. benutzerdefinierte Spiele über das Word Wide Web abzuhalten und eventuelle Erfolge in einer öffentlichen Rangliste festzuhalten, so bietet EA Sports heuer das Feature Online-Liga. Bis zu 32 Mitspielern können hier über Xbox Live eine komplette Saison, samt Playoff spielen, wobei man nicht nur die Teilnehmerzahl, sondern auch die Regeln, die Anforderungen bzw. den Ablauf definieren darf.

Die Lokalisierung weiß zu überzeugen, lediglich das Reporterteam wurde im englischen Original belassen. Auch der übrige Sound kann ein sehr gutes “Mittendrin”-Gefühl erzeugen.

“NBA Live 08” bietet über weite Strecken genau das, was man von der Serie schon seit Jahren gewohnt ist: eine leicht zugängliche Steuerung ohne größere Überraschungen, ein unrealistisches, dafür sehr action-orientiertes Gameplay und ein durchaus fordernder Umfang. Neu dieses Jahr ist, dass die 360 eine der Hardware angepasste Technik bietet. “NBA Live 08” ist ein grundsolides Spiel geworden, das auch sicher seine Fans finden wird, besonders im Segment der zahllosen Casualgamer. Profis greifen gerne auch zur Konkurrenz “NBA 2K7”, obwohl diese seit einem Jahr auf dem Markt und somit technisch veraltet ist.  

 

Ähnliches bei „FIFA 08“: Offenbar setzt man auf bewährtes, möchte Fans der Serie nicht mit allzu großen Änderungen schocken. Das Menü ist wie bereits gewohnt, Kenner des Vorgängers finden sich sofort zurecht.

 Neben Quickmatch wartet der Turniermodus mit der Möglichkeit auf, an über 50 nationalen Meisterschaften und Pokalen teilzunehmen, wobei es dem Spieler freisteht, Turniere mit den Teams seiner Wahl selbst zu erstellen.

Im Managermodus, dem Herzstück des Spiels, übernimmt man wie gewohnt die Vereinsführung eines aus insgesamt30 lizenzierten Ligen frei wählbaren Teams, wobei unter anderem die 1. und 2. Deutsche Bundesliga zur Verfügung stehen. Auch der Managermodus bietet im Vergleich zum Vorjahr wenig Neues, vermittelt allerdings weiterhin dank der vielseitigen Mannschaftsentwicklung eine Menge Tiefgang und weiß zu motivieren.

Aber was ist das: Eine Neuerung! Im „Be A Pro“-Modus steuert man während einer Partie lediglich einen Spieler der gewählten Mannschaft, wobei die Kameraperspektive in der gespielt wird der Ansicht ähnelt, die in der Arena während der Ladezeiten verwendet wird. Wer im Ballbesitz ist, schaut dem Spieler wie in einem Actionrollenspiel über die Schulter. Das interessante Spielkonzept funktioniert und stellt eine abwechslungsreiche Herausforderung zum alltäglichen FIFA dar. Leider beschränkt sich der Modus auf einfache Trainingsspiele. Warum EA darauf verzichtet, den Modus in sämtliche anderen Spieltypen zu implementieren und dort als wählbare Option zur Verfügung stellt ist fraglich und schade, hier verschenkt das Spiel eindeutig Potential. Aber wer weiß? „FIFA 09“ kommt bestimmt.

Technisch hat sich FIFA dieses Jahr wieder stark verbessert, der Rückstand auf den Klassenprimus „PES08“ ist geschrumpft. Die neue Engine des Titels, die laut Hersteller pro Sekunde über 1000 Spielmöglichkeiten und Reaktionen berechnet, überzeugt durch eine einwandfreie Ballphysik. Das begehrte Leder bewegt sich realistisch über den Rasen und weist nur Schwächen bei der Ballannahme auf. Dort springt der Ball zu stark ab, selbst von technisch versierten Spielern.

Wo die KI der anderen Spieler zu überzeugen weiß, das Verhalten der Torhüter ist zum Haare-Raufen. Wenn sich die Goalies in Duellen gegen allzu vorwitzige Torjäger zu behaupten wissen, hohe Bälle und Freistöße vergeigen sie gnadenlos.

Das Tempo ist nach wie vor gemächlich, was insbesondere Casual Gamer freut.  Allerdings ergeben sich aus der Gemächlichkeit der KI Mitspieler auch nervige Situationen, die einen Pass verschludern, weil sie zu bequem sind, dem Ball entgegen zu laufen. Wenngleich EA in punkto Ballmechanik und Spielerverhalten PES im Nacken sitzt, hier gibt es noch Notwendigkeit zum Feintuning.  

Glänzen kann der EA Titel in Sachen Multiplayer. Hier spielt die Neuauflage von FIFA wieder ihre Stärken aus. An einer Konsole können vier Spieler gleichzeitig an sämtlichen Wettbewerben teilnehmen, wobei äußerster Spielspaß aufkommt. Dieses Jahr weiß aber auch der Xbox Live Modus zu punkten. Endlich kann man Online-Ligen beitreten oder erstellen, ein eindeutige Verbesserung gegenüber den Vorgängern.  

Auch optisch weiß „FIFA 08“ zu überzeugen. Die Spielermodelle sind sehr gelungen und sehen ihren Vorbildern zum Verwechseln ähnlich. Ein weiterer Pluspunkt des EA Titels: Die toll modellierten 23 lizenzierten Stadien, die echtes Arena-Feeling aufkommen lassen. Dabei läuft der Titel durchwegs flüssig. Allerdings blieb die Optik auf dem Niveau des Vorjahrestitels.

 

Fazit:

Bis auf kleine Unterschiede zieht Electronic Arts mit jedem Jahr mehr und mehr gleichauf mit den Konkurrenztiteln „PES“ und „NBA2K“. Es ist wie der Unterschied zwischen einem Gourmetmenü in einem Luxusrestaurant und einem ausgezeichneten Essen in einem gutbürgerlichen Haus: Nicht jeder schwört auf Kaviar und Entenbrust, für eine breite Masse von Menschen ist auch ein gutbürgerliches exzellentes Essen ein Vergnügen für jeden Tag. Die Konkurrenz darf sich warm anziehen, „FIFA08“ und „NBA Live 08“ holen stark auf und richten sich fortan nicht mehr nur an Casuals, sondern wissen auch Kenner der feinen Küche zu begeistern.

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