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Eine Region will den Weltcup

Bürserberg bleibt in Sachen Ski-Weltcup offensiv. In Zürs wird’s schwierig.
Mögliche Weltcup-Strecken

„Es ist schwierig und derzeit keine wirklich taugliche Speedstrecke in Sicht, die alle Voraussetzungen erfüllen würde.“ So fasst VSV-Funktionär Stefan Jochum die Ernüchterung der Nobelskiorte Lech und Zürs bezüglich Pläne für ein Ski-Weltcuprennen in Worte, während der mächtige Skilift-Boss von Zürs, Willy Skardarasy, zum Thema schweigt. Vorsichtig gibt man sich am Diedamskopf in Schoppernau, wo die neuen Eigentümer das Thema Ski-Weltcup noch nicht ganz abgeschrieben haben. Bergbahnen Diedamskopf-Sprecher Günter Oberhauser: „Natürlich steht der erste Skiwinter ganz im Zeichen der Neustrukturierung. Aber dann werden wir uns mit bereits diskutierten Projekten sicher wieder auseinandersetzen. Dazu zählt auch der Ski-Weltcup.“

Die Vereine testen

Voll in die Offensive geht hingegen die Region Brandnertal. Am Wochenende wurde die bereits genehmigte Geländekorrektur an der Piste „Einhorn“ in Bürserberg von Experten begutachtet und soll noch vor Beginn der Skisaison bewerkstelligt werden. „Im Winter laden wir dann alle umliegenden Skivereine ein, die Strecke als Trainingskurs zu benützen und dabei Erfahrungen zu sammeln“, berichtet Mathias Bösch, Marketing-Chef bei den Bergbahnen Brandnertal. Ein FIS-Rennen findet heuer am „Einhorn“ noch nicht statt. Das soll‘s erst in der Saison 2010/2011 geben. „Doch auch in Brand können wir bereits die Organisation proben, die dann auch am Bürserberg zum Tragen käme“, sagt Bösch.

Voll dahinter

Das Projekt Skiweltcup mit aller Macht forcieren möchte der Bürserberger Bürgermeister Friedolin Plaickner. „Bürserberg, Bürs und Brand stehen alle voll dahinter, der Tourismus auch. Selbst wenn wir noch einige Hausaufgaben erledigen müssen, sind wir sehr zuversichtlich, dieses große Ziel zu erreichen“, gibt sich Plaickner zuversichtlich. Man habe durch die Errichtung des Ferienparks Bürserberg zusätzlich 350 Betten mit hohem Standard gewonnen, verfüge in Summe jetzt über 1200 Nachtstätten. „Und wenn ich daran denke, dass im ganzen Tal knapp 5000 Betten zur Verfügung stehen, dann denke ich doch, dass wir in punkto Beherbergung gut dastehen.“ Auch die Zufahrt zum Zielgelände, die für Sportlandesrat Siegi Stemer eine große Hürde darstellt, hält der Bürgermeister für weltcuptauglich.

Strecke gut, aber. . .

Weltcuptauglich ist für den „Homologierungsdirektor von Österreich“ (offizielle Bezeichnung) Klaus Exenberger die Riesentorlauf/Slalomstrecke. „Das ist sie, zweifellos.“ Nachsatz: „Die Region muss allerdings noch vieles tun, um wirklich weltcupreif zu sein.“

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