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"Eine Medaille wäre mir zu wenig"

Zwei Medaillen. Das ist die Vorgabe des Deutschen Skiverbandes für seine alpine Abordnung bei den Winterspielen in Vancouver. Eine pro Geschlecht. "Na ja", sagt Mathias Berthold, "also eine Medaille wäre mir persönlich zu wenig."

Der Montafoner Trainer der deutschen Skidamen hat mit Maria und Susanne Riesch, Katharina Dürr, Kathrin Hölzl und Viktoria Rebensburg fünf Damen im Aufgebot, die heuer schon auf dem Weltcup-Stockerl gestanden sind. „Wir sind breit aufgestellt, haben in allen fünf Disziplinen Medaillenchancen.“ Kopfweh bereitet Berthold die Slalom-Aufstellung: „Da muss ein Meiggi zusehen, das in dieser Saison schon unter die Top sechs gefahren ist.“ Dafür hat der 44-jährige Damenchef in den schnellen Disziplinen mit Maria Riesch wohl nur eine Medaillenkandidatin am Start. Seine Mädchen sind in Deutschland mit einer Nominierungs-Quote von acht zu zwei das starke Geschlecht bei den Spielen. Und dabei hätte Berthold mit Lena Dürr und Isabelle Stiepel gerne zwei weitere Talente mit nach Whistler Mountain genommen. „Aber im Gegensatz zu Österreich sind bei uns die Nominierungskriterien in Stein gemeißelt.“ Nur wer im Weltcup zweimal unter die Top 15 fahren konnte, wurde vom Nationalen Olympischen Komitee nominiert.

Die vierten Olympischen Spiele

Berthold selbst fährt zum vierten Mal zu olympischen Wettbewerben. „Als Aktiver habe ich es leider nie geschafft“, bedauert der ehemalige Profi-Weltmeister. Je einmal war er als Trainer beim britischen und österreichischen Team im Winterspiele-Einsatz, die deutschen Damen hat er nun zum zweiten Mal unter seinen Fittichen. Und erstmals möchte er mit einer Medaille nach Hause kommen. Nach zwei Tagen Heimaturlaub geht für Berthold das Olympia-Abenteuer am Sonntag los. In Whistler Mountain stehen der DSV-Mannschaft zwei kleine Hotels zur Verfügung, die in Eigenregie geführt werden. Aufgekocht wird von einem Haubenkoch, der bereits mit dem deutschen Fußball-Nationalteam und auch bei der Tour de France Sport-Erfahrung sammelte. „Im Olympischen Dorf ist der Rummel zu groߓ, ist Berthold über diese Variante der Quartierwahl froh. „In den eigenen vier Wänden lässt es sich besser auf die Aufgaben fokussieren.“ Und nach Medaillengewinnen wohl auch besser feiern.

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