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Einbruch im Londoner Tower

Die Sicherheit des Towers schien nicht den "erwarteten Standards" entsprochen zu haben.
Die Sicherheit des Towers schien nicht den "erwarteten Standards" entsprochen zu haben. ©EPA
Sicherheitslücke im Londoner Tower: In die Festung mit dem Ruf eines Hochsicherheitstrakts ist ein Einbrecher eingedrungen - allerdings nur in den Außenbereich, wie eine Sprecherin am Montag mitteilte.

Der Dieb habe mehrere Schlüssel für ein Restaurant, Konferenzräume und sogar die Zugbrücken gestohlen, sei aber nicht in das Innere des Tower vorgedrungen. “Zu keiner Zeit war die Sicherheit des Tower in Gefahr”, hieß es in einem Statement.Auch die britischen Kronjuwelen, die in der Festung wegen ihres unschätzbaren Wertes unter besonderem Schutz stehen, sollen nicht in Reichweite des Diebes gewesen sein. Die Schlüssel für die Zugbrücke seien für den Eindringling wertlos gewesen, weil man die Brücke nur von innen herunterlassen kann.

Die Schlüssel habe der Dieb aus einem Metallschrank genommen, der entgegen der Vorschrift nicht versperrt war. Laut englischen Medienberichten sei der Einbrecher von den Beefeaters, der traditionellen Wache des Towers, entdeckt worden. Diese dürften aber ihre Posten nicht verlassen, um den Dieb zu verfolgen. Sie werden zwar von einem privaten Sicherheitsdienst unterstützt, dieser habe aber die Funkrufe der Beefeaters um Unterstützung ignoriert.

Schlösser mussten ausgetauscht werden

Alle betroffenen Schlösser mussten sofort ausgetauscht werden, die Polizei ermittelt wegen Diebstahls. Eine Sprecherin der Historic Royal Palaces sagte, die Sicherheit habe nicht den “erwarteten Standards” entsprochen und das Wachpersonal könne sich auf disziplinarische Maßnahmen einstellen.

Der Einbruch ereignete sich 341 Jahre nach dem spektakulärsten Versuch, die Kronjuwelen zu stehlen: Oberst Thomas Blood erstach damals den Verwahrer der Juwelen, schlug die Krone “Imperial State Crown” mit einem Hammer flach und konnte sie so unter seinem Mantel verstecken. Obwohl er auf seiner Flucht gefasst wurde, begnadigte ihn König Charles II.

(APA/VOL.AT)

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