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Ein Spiel zwischen gestern, heute und morgen

Ob der SCR Altach die Lustenauer ins Straucheln bringen können?
Ob der SCR Altach die Lustenauer ins Straucheln bringen können? ©Stiplovsek
Heute um 20:30 Uhr steigt im Lustenauer Reichshofstadion das Derby zwischen der Austria und Altach. Der Gastgeber gilt als Favorit. Der FC Lustenau muss zu BW Linz.
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Erste Liga auf VOL.AT
A. Lustenau vs. Altach ab 20:30 Uhr
BW Linz vs. FC Lustenau ab 18:30 Uhr
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So ändern sich die Zeiten. Als fast auf den Tag genau vor einem Jahr am 2. März 2012 die Erste Liga aus dem Winterschlaf erwachte, führte Altach die Tabelle an. Und war der große Aufstiegsfavorit. Die Austria rangierte mit zehn Punkten Rückstand auf Platz fünf. In nur 364 Tagen haben sich die Vorzeichen komplett geändert. Heute grüßen die Grün-Weißen von der Tabellenspitze und haben 15 Punkte mehr auf dem Konto, als die viertplatzierten Rheindörfler. Was wiederum bedeutet: Wollen die Altacher doch noch in den Aufstiegskampf eingreifen, ist heute für sie verlieren verboten. Eigentlich muss sogar ein Sieg her.

Die Austria dagegen trägt im Derby und im gesamten Frühjahr den Druck der Erwartungshaltung auf den Schultern, sprich den Druck des Aufsteigenmüssens. Doch mit St. Pöltens Niederlage beim FC und der Tatsache, dass auch das zweite Frühjahrsspiel vom Drittplatzierten Grödig abgesagt wurde, verwandelt sich der Druck plötzlich in eine Chance. Der Chance der Konkurrenz vollends zu enteilen. Und so schon sehr früh alles klar zu machen. Gewinnt die Austria, vergrößert sich ihr Vorsprung auf St. Pölten auf elf Punkte.

Harri Dürr fraglich

Austria Lustenau wird heute wie üblich im 4-2-3-1 agieren. Dennoch kündigt sich eine Überraschung an. Denn weil der Einsatz von Harri Dürr ungewiss ist – der Kapitän stieg nach einer Grippe erst am Donnerstag wieder ins Training ein – plant Helgi Kolvidsson eine Umstellung im defensiven Mittelfeld. Und diese wird nicht Danilo Soares betreffen, obwohl der Isländer in der Vorbereitung Soares in der Zentrale testete. „Ich habe zwei, drei Ideen im Kopf, wie wir auf einen möglichen Ausfall von Dürr reagieren könnten“, so der Austria-Trainer. „Es könnte sein, dass ich was ausprobiere.“ Dabei ging Altach-Trainer Damir Canadi noch am Mittwoch davon aus, dass ihn Kolvidsson nicht überraschen könne. „Ich weiß, wie er spielen lässt. Er hat ja nach dem erfolgreichen Herbst auch keinen Grund, was zu ändern“, so der Neo-Rheindörfler.

Canadi ließ in der Vorbereitung sehr offensiv spielen, agierte im 4-1-4-1 mit Cuntz im defensiven Mittelfeld und Luxbacher, Schöpf, Netzer und Mahop in der Mittelfeld-Viererkette. Offen ist, ob Canadi bei seinem Pflichtspieldebüt als Altach-Coach Erbek oder Lienhart links hinten verteidigen lässt. Sicher ist: In Altach herrscht ein neuer Geist. Nachdem Rainer Scharinger nie wirklich im Klub angekommen ist und Karlheinz Kopf als starker Mann immer mehr zur Belastung wurde, gehen nun die neu inthronisierten Damir Canadi als Trainer und Johannes Engl als Präsident mit klaren Visionen voran. Ob das schon für Punkte in Lustenau reicht, wird sich zeigen. Spannend wird‘s allemal. In den bisherigen 21 Aufeinandertreffen gewann die Austria übrigens neun und Altach acht Mal.

(Quelle: NEUE/Hannes Mayer)

Die Probleme bleiben daheim

Der FC Lustenau reiste schon gestern zum ersten Auswärtsspiel des Frühjahres nach Linz. Ein Umstand, der durchaus erwähnenswert ist.Was bei anderen Vereinen keine Fußnote wert wäre, ist für den notorisch klammen FCL durchaus erstaunlich. Möglich machen es ein edler Spender und die Bundesliga, welche die Fahrtkosten stemmt. Trainer Daniel Madlener freut’s: „Um Topleistungen zu bringen, bedarf es einer optimalen Vorbereitung.“ Nach dem fulminanten Heimsieg über den Tabellenzweiten SKN St. Pölten will Madlener gegen das Tabellenschlusslicht BW Linz den nächsten Schritt machen. Der Sieg über die Niederösterreicher soll als Kraftquelle dienen, der Coach gibt Einblick in seine Denke: „Die Freude über Geleistetes ist ein extrem wichtiger Faktor. Dadurch werden Energien frei, die es in noch härtere Arbeit umzuwandeln gilt. Denn ohne bedingungslosen Einsatz geht im Fußball nichts.“

Allen Störfeuern (ausgebliebene Spielergehälter, drohender Konkurs) zum Trotz, ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft (noch) hervorragend: „Wir haben vereinbart, dass wir uns vorerst ausschließlich auf das Sportliche konzentrieren. Sollte sich die Lage aber nicht entspannen, werden wir natürlich auch gemeinsame Schritte setzen. Doch jetzt zählt erst mal nur das Spiel gegen BW Linz.“

Linz hat sich verstärkt

Dass von der roten Laterne der Linzer mitunter ein Irrlicht ausgeht, weiß auch Madlener: „Linz ist deutlich stärker als noch im Herbst. Sie haben sich personell sehr gut verstärkt. Dadurch stehen sie natürlich auch unter großem Druck: Ein Sieg gegen uns ist für sie fast schon Pflicht.“

Doch nur um Punkte abzuliefern reisen Madlener und Co. nicht eigens einen Tag früher nach Linz, anvisiertes Ziel ist ohne Wenn und Aber Zählbares, oder wie es der Schlinser formuliert: „Wir wollen jede einzelne Spielsituation bestmöglich auflösen – dann kommen die Siege wie von selbst.“

Auch wenn der 48-Jährige grundsätzlich den Blick in die Zukunft richtet, der Trip in die Stahlstadt wird wohl die eine oder andere Erinnerung in ihm wecken. Den Großteil seiner Profikarriere verbrachte er in Oberösterreich (Vorwärts Steyr, FC Linz), kein Wunder, dass er von seiner zweiten Heimat spricht.

Zum großen Stelldichein mit alten Freunden und Bekannten wird es aber trotzdem nicht kommen, es fehlt schlicht die Zeit. Schließlich ist er in anderer Mission unterwegs und bedingungslosen Einsatz fordert er nicht nur seiner Mannschaft, sondern auch sich selbst ab.

(Quelle: NEUE/Emanuel Walser)

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