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Ein Leben, wie wir es uns gewünscht haben

Inzwischen 89 und 93 Jahre alt wünscht sich das Jubelpaar vor allem gesund zu bleiben.
Inzwischen 89 und 93 Jahre alt wünscht sich das Jubelpaar vor allem gesund zu bleiben. ©Privat/Karin Lässer
Hochzeitstag

An ihrem 60. Hochzeitstag blicken Maria undOtto Steurer auf arbeitsreiche, glückliche und zufriedene Jahre zurück. Nie
hätten sie sich träumen lassen, dieses seltene Fest miteinander feiern zu können
und so freuen sie sich umso mehr, diesen Tag heute im Kreis der Familie zu verbringen.

Die Jubilarin, Maria geb. Böhler, wuchs in Sulzberg
behütet auf und war ihren Eltern in der Landwirtschaft eine große Hilfe.
Während des Krieges arbeitete sie auch bei anderen Sulzberger Familien mit. In Hittisau,
Stiel 245, stand die Wiege von Otto Steurer. Auch seine Eltern waren Landwirte
und so war es für ihn selbstverständlich auch diesen Beruf und den des Holzers
zu ergreifen. Nach glücklichen Kinder- und Jugendjahren hinterließen die
schrecklichen Kriegsjahre in Russland und Afrika sowie drei Jahre in französische
Kriegsgefangenschaft  tiefe Spuren.

 

Familiengründung

Auf der Hochzeit von Ottos Bruder lernten sich Maria und
Otto 1949 kennen. Es dauerte dann ein ganzes Jahr, bis sie sich beim
Schützenfest wiedergefunden haben. Von da an fuhr Otto regelmäßig mit dem
Fahrrad zur Stubat nach Sulzberg und am 13. Oktober 1952 führte er seine
geliebte Maria in Rankweil vor den Traualtar. Mit zahlreichen Hochzeitsgästen
wurde in Satteins das Hochzeitsmahl eingenommen und am Abend bei einer Schenke
im Gasthaus „Adler“ in Krumbach ausgiebig gefeiert. Ottos Elternhaus war von
nun an das Zuhause und die Arbeitsstätte des jungen Ehepaares. Nach und nach
stellten sich Sohn Oskar und die Töchter Bernadette, Thekla und Monika ein, die
zu verantwortungsvollen Erwachsenen erzogen wurden. Die drei Töchter sind
verheiratet und zehn Enkel und zwei Urenkel sind der ganze Stolz der Jubilare.
Sohn Oskar wohnt im Elternhaus und betreut fürsorglich seine Eltern.

 

Ruhige Jahre

Heute genießen die Jubilare in ihrem schön renovierten
Heim die Ruhe und denken noch gerne an die schönen Ausflüge mit Sohn Oskar sowie
mit den Senioren zurück. Wenn Maria auch ab und zu die Glieder schmerzen, lässt
sie sich ihren guten Humor nicht nehmen, macht im Haushalt was ihr möglich ist
und freut sich über die Unterstützung ihres Sohnes und der Töchter im und ums
Haus, bei Besorgungen oder Arztbesuchen. Nach einem Beckenbruch vor gut
eineinhalb Jahren ist Otto Steurer auf die Hilfe seiner Familie, der
Hauskrankenpflege und des MOHI angewiesen. Er liebt es bei schönem Wetter
draußen zu sitzen oder durchs Stubenfenster die Straße zu beobachten. Da ein
Fortgehen für den Jubilar zu anstrengend ist, er sich aber über Besuch immer
sehr freut, wird zu Hause der 60. Hochzeitstag mit der Familie gefeiert.

Zu diesem seltenen Fest gratulieren nicht nur die Kinder,
Schwiegerkinder, Enkel und Urenkel, auch alle, die das Paar kennen und schätzen
wünschen ihm von Herzen noch Jahre in Freude und Gesundheit.

 

 

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