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"Ein Kulturgut entdecken, erhalten und weiterentwickeln"

Mauerinventar Innerbraz
Mauerinventar Innerbraz ©Doris Burtscher
Mauerinventar Innerbraz

Historische Mauern wurden in Inner- und Außerbraz inventarisiert.

Braz. Ein Projektteam unter der Leitung von Dr. Anita Drexel der Universität für Bodenkultur in Wien waren in den vergangenen Monaten einige Wochen unterwegs, um in Braz historische Mauern zu inventarisieren. Das Projekt wurde von Manfred Kopf von der Raumplanungsstelle initiiert und von der Gemeinde Innerbraz unterstützt. Bürgermeister Edmund Burtscher lud Interessierte zur Präsentation der Inventarisierung der Gesteinsmauern ins Haus Klostertal. “Bei diesen Mauern handelt es sich um ein historisches Gut”, erklärt Drexel. Das Aufgabengebiet umfasst die Erforschung, Pflege und Erhaltung dieser Mauern. Zuerst wurden die Mauern erfasst und mit Fotos und Zeichnungen dokumentiert.
Inventarblatt
Jede Mauer erhielt ein Inventarblatt mit einer Verortung, Bestandsaufnahme, Zustandsbeurteilung, Dringlichkeit, Zeichnung, Beschreibung und Angaben der Anrainer. In Innerbraz wurden die Mauern großteils zum Schutz und selten als Grenzbauwerke errichtet. Sie wurden trocken mit Bruchsteinen geschlichtet. Verwendet wurden ausschließlich Kalksteine. An den Beispielen “Dammmauern beim Mühleplatz”, “Bahnmauer” und “straßenbegleitende Mauer an der Arlbergstraße” erklärten die Projektteammitglieder den Zustand der Mauern und gaben Empfehlungen der Gemeinde. Ihre Arbeit wurde unterstützt durch geschichtliches Material bis ins Jahr 1850 zurück. Bei den Empfehlungen wiesen sie auf eine Vorsorge einer langfristigen und kontinuierlichen Unterhaltung der Mauern hin. “Die Beachtung des Objektkontextes nachhaltiger Sanierung mit althergebrachten, ortstypischen Material”, soll eine Richtung weisen.
Mögliche Lösungen
In kleinen Gruppen wurden die drei Beispiele behandelt und auch nach möglichen Lösungen gesucht. “Um die Bedeutung und den Sinn der Mauern richtig zu erkennen, muss man sich in die Zeit zurückversetzen”, erklärt Altbürgermeister Werner Walser. Die Gemeinde Innerbraz hat sich schon in der Vergangenheit für die Erhaltung der Mauern eingesetzt, zum Beispiel bei der Kanalisierung. “Ein Ziel ist es, die Wertschätzung im Dorf zu erreichen. Die Bevölkerung muss sensibilisiert werden”, ging einhellig aus der Präsentation hervor. Bürgermeister Edi Burtscher vertraut auf Fachleute in diesem Gebiet und plädiert auf die Ortsbildgestaltung, bei der einige Mauern so bald wie möglich saniert werden müssen. Der erste Schritt wird nun sein, verwachsene Mauern von Gestrüpp und Gehölz freizulegen. “Ich lade alle Interessierten ein, bei diesem Projekt mitzuarbeiten”, Bürgermeister Edi Burtscher abschließend.

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