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Ein Ire in St. Anton

©Marita Bitschnau

Seit rund einem Jahr wird die Gastroszene im Montafon neu von James Monoghan und seiner Lebensgefährtin Daniela belebt. “Eine regionale Küche mit besonderen Akzenten” bezeichnet James die Vielfalt seiner Küche im beliebten Restaurant Zalanz in St. Anton. Aber wie kommt ein Ire eigentlich ins Montafon, was führt einen jungen Menschen von Ballymena / Nordirland nach St. Anton?
“Natürlich der Liebe wegen” lacht James mit einem Zwinkern in den Augen und lächelt seine Daniela an. “Ich stamme aus einer typischen irischen Familie mit fünf Kindern” erzählt James “und bin mit 16 Jahren von zu Hause weggegangen.” Nach einer kurzen Kunstausbildung beschloss er, eine Ausbildung als Koch zu absolvieren. Nach der Ausbildung zog es den jungen Mann nach London, fest entschlossen, bei den Besten zu lernen. “Wenn du als irischer Koch etwas erreichen willst, mußt du einfach nach London gehen, um zu lernen. Dein Tag hat zwar 16 Arbeitsstunden, dafür darfst du dann aber bekannten Köchen über die Schulter schauen” so der rührige Ire.
In London lernte er dann auch seine Daniela kennen, gemeinsam verbrachten sie dann einige Zeit in den Küchen Neuseelands, bevor es sie nach St. Anton am Arlberg ins Hotel Galzig verschlug. “Ich hatte schon in Neuseeland ein wenig Deutsch gelernt, aber leider nur Hochdeutsch” erzählt James und lacht. “Und so habe ich anfangs dann meistens nicht viel verstanden, wenn der Küchenchef, ein Kärntner, der Sous-Chef, ein Niederösterreicher und Daniela mit ihrem Montafoner Dialekt miteinander redeten.” Profitiert hat er aber dann nicht nur sprachlich von seiner Zeit im bekannten Lifestyle-Hotel, sonder vor allem auch kulinarisch.
Weitere Stellen in ihrer beruflichen Laufbahn waren hochklassige Küchen in Salzburg, Norwegen, in Niederösterreich und wiederum am Arlberg.
“Mein Traum war aber immer ein eigenes Restaurant” erzählt uns der sympathische Ire mit seiner “Tatschkappe”, und den hat er sich mittlerweile auch erfüllt. Die Tatschkappe ist mittlerweile schon fast zu seinem Markenzeichen geworden, nur in der Küche tauscht er sie gegen eine Kochmütze.
Dass er inzwischen fest im Dorfleben von St. Anton integriert ist, das ergab sich fast von selbst. Mit seiner offenen, freundlichen, oft auch spitzbübischen Art und seinem sympathischen Lächeln hat er es den Montafonern aber auch nicht sonderlich schwergemacht. “Ich fühle mich im Montafon sehr, sehr wohl, die Montafoner sind genau meine Wellenlänge, einfache lustige Leute” so der junge Restaurantpächter. Angesprochen auf etwaiges Heimweh verneint er dieses. Und der größte Unterschied zwischen dem Montafon und Irland? “Schifahren und Fasching” so James, der mittlerweile beides bereits kennengelernt hat und von beidem begeistert ist.

Zur Person:
James Monoghan, Pächter des Cafe/Restaurant Zalanz in St. Anton i. M.
geboren 1980 in Irland
wohnhaft in St. Anton im Montafon
Lebensgemeinschaft mit Freundin Daniela Markl
Hobbys: Malen, Fußball, Schifahren

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