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Ein hartes Stück Arbeit wartet

Ein Sieg muss her, wenn die Austria Lustenau heute (18.30 Uhr) Nachzügler Hartberg empfängt.
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Wieder in die Spur kommen. So nennt es Sascha Boller, wenn er auf das Hartberg-Spiel angesprochen wird. Dass die Steirer – 13 Spiele: 7 Siege, 2 Remis, 4 Niederlagen (20:16) – nicht unbedingt zu den Lieblingsgegnern der Austria zählen, darf keine Rolle spielen. Was auch Austrias deutscher Starspieler bestätigt: „Klar, wir sind in ein schlechtes Fahrwasser geraten. Aber da sollten wir rauskommen.“ Ein Rezept hat der 27-Jährige auch parat: „Wir müssen wieder mehr über die Außen kommen. Das haben wir in den letzten Runden einfach versäumt. Über die Mitte haben wir einfach keine Torgefahr ausüben können.“ Dass die Krise der Grün-Weißen immer wieder auch mit seinem Namen in Verbindung gebracht wird, ist Boller bewusst. Zwar sagt er: „Im Endeffekt stehen noch andere Spieler auf dem Platz.“ Doch ganz kann er sich der Statistik nicht entziehen, die da besagt: Spielt Boller gut, spielt die Austria gut. Für den langmähnigen Wirbelwind ist und bleibt diese Formel jedoch ein „bisschen zu einfach“. Schon seit der Rückrunde steht der Deutsche bei den Gegnern unter besonderer Beobachtung. „Damit muss ich zurechtkommen“, sieht es Boller nicht so eng. „Immerhin habe ich mir diesen Stellenwert auch erarbeitet.“

Taten sollen folgen

Wirkliche Gründe für das Tief der Mannschaft weiß der Rechtsfuß selbst nicht. „Wir haben in der Kabine immer wieder darüber gesprochen, uns gefragt, warum, was eigentlich los ist. Eine wirkliche Antwort aber haben wir nicht parat.“ Deshalb sei es nun wichtig, nicht allzu viel über das Negative nachzudenken, sondern vielmehr Taten auf dem Platz folgen zu lassen. „Wir müssen mal wieder 1:0 in Führung gehen. Dann fällt der Druck mit Sicherheit ein wenig ab und wir können befreiter aufspielen“, ist sich Boller sicher. Und seinen Humor hat er trotz der Krise nicht verloren. Denn auf die Ankündigung („Jetzt sind die Routiniers gefordert“) von Trainer Helgi Kolvidsson meint er nur: „Ich bin doch erst 27 Jahre alt . . .“

TEAMNEWS

SC Austria Lustenau

Aufstellung (4-2-3-1): Kofler; Zech, Christoph Stückler, Peter Pöllhuber, Leitgeb; Dürr, Kampel; Boller, Roth, Soares; Krajic Ersatz: Mendes; Miesenböck, Vorraber, Zwischenbrugger, Tipuric, Honeck, Karatay Oktoberfest: Stadionbesucher, die heute in Tracht erscheinen, erhalten freien Eintritt zum Spiel. Für musikalische und kulinarische Genüsse (Brezeln, Weißwürste) ist gesorgt. Höhepunkt des Oktoberfestes im Reichshofstadion ist das Maßkrugstemmen, bei dem es tolle Preise zu gewinnen gibt.

 

Mit St. Andrä und Altach treffen die Torfabriken der Liga aufeinander

Erstmals in dieser Saison dürfte die Lavanttal-Arena in Wolfsberg (Gesamtkapazität: 4100) ausverkauft sein. Grund dafür ist die Spitzenpartie (18.30 Uhr) der „Heute für Morgen“ Erste Liga zwischen Verfolger WAC/St. Andrä (26 Punkte) und Tabellenführer Cashpoint SCR Altach (26). Es wird zugleich das Duell der beiden Torfabriken. Die Kärntner halten bei 32 Treffern, die Rheindörfler bei 28. Einziger Unterschied: St. Andrä kassierte bereits 22 Gegentore, Altach nur zwölf. Altach, zuletzt mit vier Siegen in Folge, fliegt heute nach Graz.

Goalgetter Falk gesperrt

Auf die Frage, was denn in so einem Spitzenspiel den Unterschied ausmachen könnte, meint Altach-Trainer Adi Hütter: „Meist sind es Kleinigkeiten, die so ein Spiel entscheiden. Wir wissen, dass St. Andrä in der Offensive stark ist, aber Schwächen in der Defensive hat. Daher heißt es bei Ballgewinn schnell umschalten und nach vorne spielen.“ Zudem müsse man den spanischen Mittelfeldspieler Ynclan Jakobo aus dem Spiel nehmen. Seine Mannschaft wird Hütter gegenüber dem letzten Spiel wohl nicht verändern. St. Andrä-Coach Nenad Bjelica ist vom guten Lauf der Altacher wenig überrascht. „Sie hatten am Anfang Probleme. Das ist aber ganz normal, wenn man viele neue Spieler verpflichtet. Altach ist ein super Verein, hat einen super Trainer und steht berechtigt an der Tabellenspitze“, streut Bjelica den Altachern Blumen. Der Kroate muss auf seinen Topstürmer Christian Falk (gesperrt) verzichten. „Der Ausfall von Christian tut uns schon weh. Immerhin hat er zwölf Tore erzielt und sieben Assists gegeben.“ Er habe aber mit Mihret Topcagic noch einen weiteren Angreifer als gute Alternative.

 

FCL will gegen Grödig Auswärtsbilanz verbessern

Viel Brisanz bringt die Partie zwischen dem SV Grödig und dem FC Lustenau mit sich. Sowohl bei den Salzburgern als auch beim Schlusslicht aus der Stickergemeinde hängt der Haussegen seit längerer Zeit schief. In beiden Lagern stehen nicht nur die Trainer, sondern auch die Spieler unter dem Druck gewinnen zu müssen. Dabei spricht die Statistik klar gegen die Kogler-Elf, denn in sechs Auswärtspartien gab es ebenso viele Niederlagen. „Wir werden alles versuchen, um in Grödig zu punkten. Natürlich ist die Situation alles andere als leicht. Das betrifft aber nicht nur uns, sondern auch unseren Gegner“, meint FCL-Trainer Hans Kogler, der auf Andrej Lebedev (gesperrt), Markus Breuss, Florian Zellhofer und Eto‘0 (alle verletzt) verzichten muss.

(VN)

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