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Ein Hang zu sehr viel Gemütlichkeit

©VN/ Roland Paulitsch
Der Engländer sagt "cosy". Der Franzose fühlt sich "à l‘aise" und der Italiener macht es sich "comodo".
Wohnen, wo andere Urlaub machen

Nicht zu vergessen der Spanier: Der finde es kurzum “intimo”. Wie auch immer man es auch nennt: “So gemütlich wie bei uns zu Hause ist es nirgendwo sonst”, sind Martina und Jona Zimmermann überzeugt. Die beiden, besser gesagt inzwischen drei (Sohn Jan ist sechs Monate alt), haben sich vor zwei Jahren in Kennelbach ihren Wohntraum erfüllt. Ein Haus in Hanglage mit Blick über das ganze Rheintal bis hin zu den Schweizer Bergen, das noch mehr hält, als es verspricht. Kein Wunder, dass bei den Bewohnern Urlaubsgefühle aufk ommen. Das liegt natürlich auch am angenehmen Klima. Die Bauherrschaften haben sich nämlich für ein Holzhaus entschieden. “Wir mögen die warme Atmosphäre, die das Naturmaterial ausstrahlt.”
Ein eigenes Haus war schon immer ein Traum des 33- und der 31-Jährigen. Darum haben sich der Vermögensberater und die medizinisch-technische Assistentin schon früh über ihre Wünsche Gedanken gemacht. “Ganz wichtig war für uns, dass das Haus hell und lichtdurchflutet ist, so Martina Zimmermann. Das Grundstück in Hanglage, das sich nach Süden hin öffnet, bietet dafürdie optimalen Voraussetzungen. Baumeister Jürgen Hagspiel aus Lingenau weiß, was zu tun ist. Er setzt auf Glas und landet damit einen Volltreffer. Die Besitzer sind begeistert. Das Paar wünscht sich aber auch passend zur transparenten Leichtigkeit eine architektonische Off enheit. Eine Galerie würde jedoch bedeuten, dass sie auf zwei Zimmer verzichten müssen – die Kinderzimmer. Kinder waren aber in der Familienplanung stets vorgesehen. Die Entscheidung fiel auf einen teilverglasten Boden für den Galerie-Effekt, der zusätzlich ein raffiniertes Raumgefühl gibt. Schauen Gäste vorbei, werden diese direkt ins Untergeschoss des zweistöckigen Hauses geführt. Dort befi ndet sich die großzügige Küche. “Uns war wichtig, dass wir beide Platz zum Arbeiten haben”, erzählt Martina. Obwohl, und so viel sei verraten, der Chefk och im Haus Jona ist. Bekannt für seine einzigartige Kalbsbrust. “Bei der Auswahl der Küche wollte mein Mann deshalb auch unbedingt dabei sein”, sagt die Bauherrin lachend, “was alles andere wie Bad, Couch oder Beleuchtung betriff t, da bin ich alleine losgezogen.” Absolut großen Wert legten das junge Paar auch darauf, dass sich das Wohnen im Untergeschoss abspielt. “So verschmelzen Natur und Wohnraum zu einer Einheit”, freuen sich die zwei, “wir erleben die Jahreszeiten jetzt viel intensiver.” Ein Tipp für alle, die jetzt Lust aufs Bauen bekommen haben. Dass bei den Zimmermanns alles so wunderbar geklappt hat, lag an der 31-jährigen Hausherrin, die den Handwerkern die Arbeit einfacht versüßte. “Ich habe mindestens 100 Meter Apfelstrudel gebacken”, verrät sie augenzwinkernd.

DATEN UND FAKTEN

Einfamilienhaus Breitenreuteweg Kennelbach, Familie Zimmermann

Wohnfläche: 145 m2

Grundstück: 1000 m2

Architektur: Jürgen Hagspiel
                     Generalunternehmer: Alpina Bau- und Holzelemente GmbH, Hard

Planung: ein Jahr

Bauzeit: Mai 2007 bis Dezember 2007

Energie: Wärmepumpe und Lehmofen

Konstruktion: Das Haus ist in zwei quaderförmige Gebäudekomplexe geteilt. Dabei steht das Wohnhaus mit seinen feingliedrigen Fassadenplatten (dunkelbraune Max-Platten) im totalen Kontrast zur Doppelgarage aus nüchternem grauen Standardbeton.

 

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