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Ein Gesetz mit vielen Chancen

Andelsbuch (VN) „Soziales Engagement bereichert mein Leben“, sagt Ingrid Rüscher. Man glaubt es ihr gerne. Seit bald zwanzig Jahren bemüht sie sich um Menschen mit Behinderung.

Und da bemüht sie sich vor allem um Kinder. Gewachsen ist diese Leidenschaft aus dem Beruf, der Ingrid Rüscher tiefe Einblicke in die Nöte und Ängste der Menschen ermöglicht, und der Erfahrung, die sie mit ihrer mehrfachbehinderten Tochter Stephanie gemacht hat.

Kreativität und Mut

Für sie schuf Rüscher einen neuen Weg der Integration. „Es war eine gute Entscheidung“, meint sie heute. Auch das neue Chancengesetz, das seit Jänner in Kraft ist, sieht die Arztgattin als das, was sein Name impliziert, nämlich als Chance, individuelle Lebenswege für Menschen mit Behinderung zu gestalten. „Das Gesetz lässt uns diesbezüglich sehr viel Spielraum“, freut sich die 49-jährige Andelsbucherin. Es brauche nur Kreativität und ein bisschen Mut, um solche neuen Wege zu finden.

Ingrid Rüscher ging und geht sie unbeirrt. Als sie sich 1989 um die Integration ihrer Tochter zu kümmern begann, betrat sie Neuland. „Weder im Kindergarten noch in der Schule gab es so etwas“, erinnert sich die Vizeobfrau des Vereins „Integration Vorarlberg“. Stattdessen wurde an der Wirksamkeit einer solchen Lösung gezweifelt. Letztlich bewies die Praxis das Gegenteil. Mittlerweile ist die Integration im Schulgesetz verankert.

Ambulant vor stationär

Ohne Einsatz engagierter Personen geht es jedoch auch heute nicht. „Die Schaffung guter Rahmenbedingungen für unsere Kinder fordert alle Beteiligten“, betont Rüscher. Das Gesetz biete die Möglichkeiten, aber es brauche Gestalter, um sie richtig zu nützen. Besonders wichtig ist der dreifachen Mutter der Grundsatz ambulant vor stationär. „Der größte Wunsch von Menschen mit Behinderung ist, im gewohnten Umfeld bleiben zu können, wenn nötig mit Unterstützung“, schildert sie häufig gemachte Erfahrungen. Das heißt für die begeisterte Sportlerin, dass integrative Angebote an Schulen und vor Ort entsprechend gestärkt werden müssen. „Aber immer unter Berücksichtigung der jeweiligen Lebensgeschichte.“ Ingrid Rüscher möchte auch jeden „in seiner Betroffenheit ermutigen, sich gut über Angebote zu informieren, aber ebenso Neues anzugehen, wenn es die Situation erfordert“.

Gute Lebensschule

Die patente Wälderin sieht in der Integration von behinderten Menschen mit allen Konsequenzen eine gute Lebensschule, die gesellschaftlich viel bewegt. Denn: „Wir können uns nur glaubhaft gegen pränatale Diagnostik und deren Folgen aussprechen, wenn wir durch ein gemeinsames Leben mit Menschen mit und ohne Behinderung aufzeigen, dass jedes Leben lebenswert ist.“

ZUR PERSON

Ingrid Rüscher Alter: 49 Jahre
Wohnort: Andelsbuch, verheiratet, 3 Kinder
Beruf: Ausgebildete Pädagogin, Arztassistentin
Soziales Engagement: Seit 1989 Vizeobfrau des Vereins „Integration Vorarlberg“, 2001 Verdienstzeichen des Landes für Integration in Schule und Beruf, Initiatorin für therapeutisches Reiten im Bregenzerwald
Hobbys: Kreatives Handwerk, leidenschaftliche Gastgeberin und Köchin, Biken, Skifahren, Skitouren.

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