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Ein ganz eigener Geruch..

Praktikantin Stephanie und Hermann freuen sich über den Ernteerfolg.
Praktikantin Stephanie und Hermann freuen sich über den Ernteerfolg. ©Daniela Lais

Hörbranz. Es ist ein ganz spannender Moment, alle lauschen genau was Betreuer Franz zu sagen hat. „Wir haben 750 kg Äpfel gesammelt, ein sehr gutes Ergebnis“ verkündet Franz Tichy im Bus der Lebenshilfe Werkstätte Hörbranz, der vor der Mosterei Prinz geparkt hat. Die Freude ist groß, nicht nur über den Erfolg, sondern auch über den Ländle Saft, der bald am Mittagstisch in der Werkstätte Hörbranz parat steht. Dann erzählt Hermann beim Mittagessen ganz stolz, wie er den Hang hochgeklettert ist, dort beim Lochauer Seniorenheim, um an die Äpfel zu kommen. Anlass dafür ist ein neues Projekt der Lebenshilfe Werkstätte Hörbranz, in Kooperation mit dem Obst- und Gartenbauverein Leiblachtal unter Ruth Heidegger, Richard Dietrich vom Ländle Saft und der Familie Prinz von der gleichnamigen Mosterei.

Ideengeber ist der Lochauer Bürgermeister Xaver Sinz. Der hatte die Idee, dass man aus liegen gebliebenem Obst von den Leiblachtaler Streuobstwiesen unbedingt etwas machen sollte. Die Hochstammkulturen, die das Landschaftsbild des Leiblachtals prägen, sollen gefördert werden. Die Lebenshilfe zeigte sich sofort begeistert von dem Projekt. Die Ernte wird in Naturalien ausbezahlt, Ländle Saft für die Werkstätte und ein Viertel für den Besitzer, der die Streuobstwiese zur Verfügung gestellt hat. Doch der Saft ist nur ein Teil der Arbeit, ein großer Packen Lohn ist das Erlebnis für die Betreuten. Nicht nur Hermann, der sich gerne mit den Apfelsorten beschäftig, auch Markus ist oft mit dabei. Dort wo der Körper nicht so gut kann, spielen die Sinne eine übergeordnete Rolle. Markus kann nicht so gut sortieren wie die anderen, aber Erleben, das kann er. Unter dem Apelbaum sitzen, in einen Apfel zu beißen und den Geruch wahr nehmen, das ist ein Highlight für ihn. Ein ganz eigener Geruch, dort unterm Apfelbaum

Vier bis sechs Personen sind meist zur Ernte unterwegs, ein Betreuer mit dabei. Meistens der Projektverantwortliche Franz, der die Betreuten in einer wechselnden Besetzung wählt. Jeder geht gerne mit, weil er dabei sein will, wenn für den eigenen Ländle Saft gearbeitet wird.

Info: Interessierte die eine Streuobstwiese zur Verfügung stellen, oder SeniorInnen die bei der Ernte helfen möchten, wenden sich an die Lebenshilfe Werkstätte Hörbranz, Mo-Fr von 8 – 16 Uhr, Tel.: 05573/84896

Gemeindereporterin: Daniela Lais

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