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"Ein faules Ei der Öl-Multis"

20 Prozent des Kraftstoffverbrauchs gehen auf das Konto des Fahrers. Bei 15.000 Kilometern im Jahr lassen sich bei einem Mittelklassefahrzeug durch "richtiges Fahren" bis zu 300 Euro sparen.
20 Prozent des Kraftstoffverbrauchs gehen auf das Konto des Fahrers. Bei 15.000 Kilometern im Jahr lassen sich bei einem Mittelklassefahrzeug durch "richtiges Fahren" bis zu 300 Euro sparen. ©VOL.AT/Roland Paulitsch
Schwarzach - Treibstoff ist an Ostern noch teurer. Weder Dollar-Kurs noch Rohstoff als Preistreiber.

Die Mineralölkonzerne jagen die Treibstoffpreise derzeit von einem Allzeit-Hoch zum nächsten. Benzin ist längst bei 1,55 angelangt, mancherorts sogar bei 1,60 Euro. Und auch der Diesel hat die 1,50-Marke passiert. Ganz zum Leid der Autofahrer. Und deren Aussichten sind nicht rosig. Denn der „Osterzuschlag“ ist längst Tradition. Das ist schlimm, dass jedes Jahr die Öl-Multis den Autofahrern ein faules Ei ins Nest legen und sich ihre ohnehin schon prall gefüllten Taschen noch weiter auffüllen“, klagt ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker. Seiner Meinung nach ist die Regierung gefordert, der Preistreiberei ein Ende zu setzen. „Zudem“, sagt Loacker „könnte von den zwei Milliarden Euro Gewinn, welchen die OMV einstreift, ruhig einen Teil an den Staat gehen. Es müsse aber etwas passieren. Vor allem für die Pendler, die auf ihr Auto angewiesen seien, sei dies ein unhaltbarer Zustand, meint der Landesvorsitzende.

Letztes Jahr um dieselbe Zeit floss der Liter Diesel noch für 1,364 Euro aus der Zapfsäule. Den Liter Benzin gab es für 1,399 Euro. Innert eines Jahres schlug sich also eine Erhöhung von über 20 Cent zu Buche.

Nachfrage erhöht den Preis

Auch ÖAMTC-Verkehrsexperte Jürgen Wagner bestätigt: „Vor der Karwoche wird der Preis jedes Jahr aufs Neue reflexartig angehoben.“ Den erhöhten Treibstoffabsatz würden die Konzerne nützen, um noch mehr Profit zu machen – ein klassischer Feiertagszuschlag eben. Der Preisanstieg habe weder mit dem Dollar-Kurs, noch mit den Rohstoffpreisen zu tun. „Die Erhöhung“, sagt Wagner „ist jedenfalls mit nichts zu rechtfertigen.“ Wer jetzt noch schnell „billiger“ tanken will, der ist jedoch schon zu spät dran. Die Erhöhung ist bereits im Preis inbegriffen.

Spekulationsgeschäft stoppen

Auch die weiteren Aussichten seien für Autofahrer wenig erfreulich, obwohl erfahrungsgemäß der Treibstoffpreis nach Ostern wieder etwas sinkt. Denn so lange Öl ein lohnendes Investment für Spekulanten bleibt, werde der Treibstoff immer teurer. „Die EU hätte die Macht, gegen das Spekulationsgeschäft vorzugehen“, ist sich Wagner sicher. Diesbezüglich sei bei der EU schon eine Petition eingegangen, um zu erfahren, wie hoch der Spekulationsanteil am Ölpreis ist.

Einen Tipp, den der Verkehrsexperte geben kann: Da die Spritpreise an den Tankstellen nur einmal täglich und zwar mittags um 12 Uhr erhöht werden dürfen, rät der Experte den Autfahrern vor Mittag tanken zu gehen, weil dann der Sprit günstiger ist. „Wobei günstiger in Anbetracht der hohen Treibstoffpreise das falsche Wort ist.“

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