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Ein blitzgescheiter Grenzgänger

©Meusburger
Wissenschaftspreis für einen Exil-Vorarlberger. Peter Meusburger erfüllt das mit Stolz.

Auch 27 Jahre weg von der Heimat schützt vor Ehrungen aus eben jener nicht. Diese erfreuliche Erfahrung durfte Prof. Dr. Peter Meusburger machen. Der Wirtschafts- und Sozialgeograf, der bis vor zwei Jahren an der Universität Heidelberg einen Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeografie inne hatte, erhielt den diesjährigen Wissenschaftspreis des Landes Vorarlberg. Dr. Meusburger machte sich als Grenzgänger zwischen Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften einen Namen und hat für das Land grundlegende Forschungsarbeiten durchgeführt – etwa mit seiner Untersuchung zur Abwanderung von Hochqualifizierten aus Vorarlberg.

Frühe Projekte

„Preise und Ehrungen sind wohl Alterserscheinungen“, meint der gebürtige Lustenauer humorvoll. Fügt aber sofort an, „dass ich mich über diese Anerkennung aus Vorarlberg sehr gefreut habe.“ Der bald 68-Jährige ist ein Vollblutakademiker, dessen wissenschaftliche Projekte sich vor allem durch praktischen Nutzen auszeichnen. So hat er nicht nur in noch jungen Jahren das Grenzgängerwesen in Vorarlberg genau analysiert, sondern zum Beispiel auch einen Schulentwicklungsplan erarbeitet. Forschungen in Bereichen wie Arbeitsmarkt oder Qualifikationswesen führten ihn zu Gastvorträgen an verschiedenste Universitäten in der Welt.

Die Mentoren

Die Liebe zur Geografie hatte bei Professor Meusburger sehr viel mit wichtigen Mentoren zu tun. Als Schüler im Bubengymnasium Gallusstraße in Bregenz waren das die Pädagogen Binder und Bilgeri, an der Universität Innsbruck war es Professor Kinzl, der ihm die Leidenschaft für seine spätere wissenschaftliche Karriere einhauchte. „Er war als Mensch, Freund und Wissenschaftler eine überragende Person in meinem Leben“, schwärmt Meusburger noch heute. An der Uni Innsbruck blieb er als Assistent noch einige Zeit hängen, ehe ihn 1983 der Ruf nach Heidelberg ereilte. Eine Stadt, die dem Lustenauer nicht nur eine goldene berufliche Zukunft bescherte, sondern ihn auch als Lebensmittelpunkt bis heute begeistert. „Heidelberg ist eine perfekte Mischung zwischen einer familiären Kleinstadt und einem Ort mit akademischem Welt-Flair. Nicht umsonst scheint die Universität bei diversen Rankings im Spitzenfeld auf.“ Meusburger genießt das Flair auch als offizieller Pensionist weiter aus vollen Zügen. Als „Distinguished Senior Professor“ arbeitet er weiterhin an verschiedenen Projekten. „Weil man als Wissenschaftler ja nie wirklich in Pension gehen kann.“ Gerne unterstützt der Lustenauer dabei auch immer wieder junge, aufstrebende Wissenschaftler.

Kontakt blieb immer

Bei aller Liebe zur geistigen Metropole Heidelberg hat Peter Meusburger den Kontakt nach Vorarlberg und Lusten­au nie abgebrochen. „Ich komme immer wieder gerne nach Hause. Schließlich hab‘ ich hier ja auch noch einige Verwandte und Freunde.“ Wieder kommen wird der Wissenschaftsstar ganz sicher am 26. April dieses Jahres. Denn dann bekommt er den Preis vom Land Vorarlberg.

zur Person

Prof. Dr. Peter Meusburger Geboren: 14. März 1942 Wohnhaft: Heidelberg Familie: Verheiratet, drei Töchter Beruf: Wissenschaftler Hobbys: New Orleans-Jazz, Wandern Lieblingsessen: Käsknöpfle

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