Ein Blatt Papier auf dem See: So soll die neue Festspiel-Kulisse aussehen

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Mirjam Mayer (VOL.AT) mirjam.mayer@russmedia.com
In Hallen in Lauterach entstehen derzeit die Elemente für die neue Kulisse. "Madame Butterfly" soll auf einem 1.340 m2 großen Blatt Papier spielen.
Kulissenteile "Madame Butterfly"
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Spannung am Bodensee

Clown Rigoletto hat sich bereits verabschiedet. Auf der Seebühne in Bregenz wird bereits fleißig am Bühnenbild für "Madame Butterfly" gewerkelt. In einer angemieteten Montagehalle entstehen derweil 117 Kulissenteile für die erstmals bei den Festspielen gezeigte Oper von Giacomo Puccini.

Kascheur, Intendantin, Technikdirektor und Ausstattungsleiterin informierten über das Vorhaben. Bild: VOL.AT/Mayer

Ein Blatt mit 1.340 Quadratmetern

Die Puzzleteile sind bis zu 17 Quadratmeter groß und 2.100 Kilogramm schwer. Sie werden aus Stahl, Holz und Fassadenputz gefertigt. Während manche von ihnen kunstvoll geschwungen sind, breiten andere sich eher horizontal aus oder ragen senkrecht in die Höhe. Ihre Oberfläche ist weiß gehalten und soll in den kommenden Wochen bemalt werden. Auf der Seebühne soll aus den Teilen ein Blatt Papier mit 1.340 m2 Gesamtfläche entstehen, das scheinbar auf dem Wasser schwimmt. Die Herausforderung sei es, das Blatt leicht, nahezu schwerelos wirken zu lassen, obwohl es tatsächlich rund 300 Tonnen wiege, so Technikdirektor Wolfgang Urstadt.

In Lauterach entstehen die Einzelteile für die Kulisse. Bild: VOL.AT/Mayer

Fertigstellung im Juni

Nach seiner Montage auf der Seebühne soll das Papierbild rund 23 Meter in die Höhe und 33 Meter in die Breite messen. Es wird zentrales Element der Inszenierung sein, aber nicht das einzige. Das Werbemotiv für "Madame Butterfly" mit einer Collage bestehend aus Papierbötchen, amerikanischer Flagge, japanischer Malerei und weiteren Elementen könnte jedenfalls fantasievolle Hinweise auf das fertige Bühnenbild geben. Ab der kommenden Woche soll mit dem Transport der Kulissenteile zur Seebühne begonnen werden. Bis das Bild ganz zusammengebaut sein wird, vergehen voraussichtlich zwei Monate. Die finale Fertigstellung inklusive Bemalung, Kaschur, Scheinwerfern und Lautsprechern soll bis Juni geschehen.

(VOL.AT)

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