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„Ein bisschen was zu essen …“

Thuy und ihre Frühlingsrollen.
Thuy und ihre Frühlingsrollen. ©emu
Die seit vielen Jahren in Höchst lebende, gebürtige Vietnamesin Thuy Ho Thanh versucht mit Spendenaktionen das Leid einiger Menschen in ihrer Heimat ein wenig zu lindern.
„Ein bisschen was zu essen…“

Arbeitsmangel und steigende Preise für Nahrungsmittel setzen Teilen Vietnams derzeit stark zu. Insbesondere in ländlichen Gebieten, wie dem Dorf, in dem die mittlerweile in Höchst sesshafte Thuy Ho Thanh aufgewachsen ist, ist die Lage teils dramatisch. Die gebürtige Vietnamesin schildert die zunehmend schwierige Situation, die viele Menschen vor existenzielle Herausforderungen stellt. Inmitten der schwierigen Umstände hat Thuy Ho Thanh entschieden, aktiv zu helfen. „Die Arbeitslosigkeit breitet sich in den ländlichen Regionen derzeit rapide aus und die Kosten für die Grundnahrungsmittel, insbesondere Reis, sind plötzlich stark gestiegen. Dies stellt vor allem alte, kranke Menschen und arme Familien mit kleinen Kindern vor unlösbare Probleme. In einigen Fällen sehen verzweifelte Menschen den Freitod als letzten Ausweg“, schildert Thuy die Situation.

2500 kg Reis für 125 Familien

Um den Betroffenen zu helfen und zumindest für einen Moment Erleichterung zu schaffen, hat Thuy Ho Thanh zusammen mit ihrem vor Ort lebenden Bruder und dem örtlichen Roten Kreuz Initiative ergriffen. Sie organisierten die Verteilung von 2500 kg Reis für 125 bedürftige Familien in ihrem Heimatdorf.

Die Finanzierung für diese Aktion kam unter anderem durch den Verkauf von Thuys selbstgemachten Frühlingsrollen zustande, die seit einigen Jahren auch unter dem Namen „Thuy Vital Food“ in örtlichen Supermarktketten erhältlich sind. Ebenso haben das Unternehmen Spar, Mag. Jürgen Rehak von der “Rhein Apotheke” in Höchst sowie zahlreiche Freunde und Bekannte das Projekt finanziell unterstützt.

Unter dem Motto “Gemeinsam schaffen wir alles” ruft Thuy Ho Thanh dazu auf, die Bemühungen fortzusetzen und noch mehr bedürftige Kinder und Familien zu unterstützen. Eine nächste Gelegenheit dazu bietet sich beim “Verköstigungstag” im Eurospar Rheincenter in Lustenau am 26. und 27. Januar 2024. „Wir hoffen, durch diese Aktion noch mehr Menschen für unsere Sache zu gewinnen und nebenbei ein darauf aufmerksam zu machen, wie die Lage in fernen Ländern ist. Nicht überall kann man sich an einem vollen Supermarktregal einfach so bedienen. Jede und jeder auf dieser Welt braucht ein bisschen was zu essen“, so Thuy.

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