Ehrenamt und Integration: Migranten bei Rotem Kreuz und Feuerwehrverband

©Landesfeuerwehrverband Vorarlberg / Rotes Kreuz Vorarlberg / VN
Ehrenamt kann bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund helfen. So ist die Lage in Vorarlberg.

Am Dienstagvormittag wurde der Integrationsbericht 2020 präsentiert. Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) sieht das Ehrenamt als wichtige Säule der Integration. Wenn Zuwanderer sich ehrenamtlich engagieren, sei das sehr viel wert, bringe es doch Kontakt zur "Mehrheitsbevölkerung" und verbessere die Sprachkenntnisse.

Auch Integrationslandesrat Christian Gantner befürwortet die ehrenamtliche Betätigung von Menschen mit Migrationshintergrund: "Freiwilliges Engagement hat in Vorarlberg einen besonders hohen Stellenwert und stärkt den Zusammenhalt in der Gesellschaft", erklärt Gantner auf VOL.AT-Anfrage.

In Vorarlberg seien Menschen mit Migrationshintergrund bereits in vielfältiger Weise freiwillig engagiert. "Diese soziale Integration vor Ort - Begegnungen, Austausch und Zusammenarbeit - wird weiterhin verfolgt", so Gantner.

Freiwillige Feuerwehr: Schnellere Integration

Bei den Orts- und Betriebsfeuerwehren im Land gebe es sehr viele Freiwillige Feuerwehrleute mit Migrationshintergrund, berichtet Günther Watzenegger, Geschäftsführer des Vorarlberger Feuerwehrverbandes, gegenüber VOL.AT. Diese würden sich dank der ehrenamtlichen Tätigkeiten einfacher und schneller in die Gesellschaft integrieren.

"Diese Erfahrung machen wir schon über mehrere Jahrzehnte", erklärt Watzenegger. Hiermache man schon lange sehr positive Erfahrungen. Auch Flüchtlinge hätten sich gut integriert. "Wenn wir heute in die Personallisten schauen, da tauchen immer wieder 'exotische' Namen auf, die sich bei der Feuerwehr sehr wohl fühlen", sagt der Geschäftsführer des Vorarlberger Feuerwehrverbandes.

Das Rote Kreuz unterstützt Migranten. Bild: Rotes Kreuz

Rotes Kreuz: Ausreichende Deutschkenntnisse unabdingbar

Das Österreichische Rote Kreuz hat es sich zur Aufgabe gemacht, Migranten Aufmerksamkeit und Unterstützung zu geben. Auch beim Roten Kreuz in Vorarlberg sind seit Jahren Menschen mit Migrationshintergrund als Ehrenamtliche aktiv. Im Rettungsdienst könne allerdings nur eingesetzt werden, wer bereits über dafür ausreichende Deutschkenntnisse verfüge, so die Stellungnahme von Geschäftsführer Roland Gozzi auf VOL.AT-Anfrage.

Man verfüge derzeit in Vorarlberg leider nicht über die Kapazitäten, um gezielt mehr Migranten ins Ehrenamt zu holen.

In anderen Bundesländern sei dies aber erfolgreich passiert.

(Red.)

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