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Ehemaliger US-Außenminister gestorben

Der ehemalige US-Außenminister Cyrus Vance ist am Samstag Abend im Alter von 84 Jahren in New York gestorben.

Der Ex-Politker litt an der Alzheimer-Krankheit, die genaue Todesursache ist nicht bekannt. Vance war Außenminister unter Präsident Jimmy Carter und trat nach 1980 aus Protest gegen die gescheiterte Befreiungsaktion für US-Geiseln in der amerikanischen Botschaft in Teheran zurück.

Während seiner dreijährigen Zeit als US-Außenminister half das Verhandlungsgeschick von Vance maßgeblich bei der Ausarbeitung des 1979 unterzeichneten Friedensvertrages zwischen Ägypten und Israel – dem Höhepunkt der Präsidentschaft Jimmy Carters. Doch später geriet Vance immer mehr in Konflikt mit dem Nationalen Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski, der seinen Einsatz für die Entspannungspolitik nicht teilte.

Die politischen Differenzen verschärften sich, als diese einen riskanten militärischen Schlag zur Befreiung der US-Geiseln im Iran planten. Bevor der Rettungsversuch begann, kündigte Vance seinen Rücktritt an. Nach dem Scheitern der Aktion machte er seine Ankündigung am 28. April 1980 wahr.

Lange nach einer politischen Karriere in den USA wurde Vance noch einmal aktiv: UNO-Generalsekretär Perez de Cuellar betraute ihn 1991 mit einer Verhandlungsmission im krieggeschüttelten Ex-Jugoslawien. Vance vermittelte einen Waffenstillstand zwischen Serben und Kroaten, scheiterte aber in Bosnien.

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