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Ehemaliger SS-Wachmann wird nach Österreich ausgewiesen

Die USA weisen den ehemaligen SS-Wachmann Ferdinand Hammer nach Österreich aus, teilte das US-Justizministerium in Washington mit.

Hammer sollte Dienstag früh von Detroit kommend in Österreich eintreffen, das sich als einziges Land zur Aufnahme Hammers bereit erklärt habe, so Ministeriumssprecher John Russell. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte Ende Februar die Ausweisung des ehemaligen Wachmanns im NS-Vernichtungslager Auschwitz bestätigt. Das Gericht wies den Einspruch des 78-jährigen Hammer ab, der verlangt hatte, die Behörden müssten beweisen, dass er an der Verfolgung von Gefangenen beteiligt war.

Die Berufungskammer der amerikanischen Einwanderungsbehörde hatte die 1997 verfügte Ausweisung Hammers bereits bestätigt. Hammer sollte nach Kroatien abgeschoben werden, wo er geboren wurde. Kroatien lehnte die Einreise Hammers jedoch ab.

Hammer wurde 1996 die amerikanische Staatsangehörigkeit aberkannt, weil er bei seiner Einbürgerung 1963 seine NS-Vergangenheit verschwiegen hatte. Seine Mitgliedschaft bei der Waffen-SS gibt er zu, nicht aber den Einsatz in Auschwitz. 1996 befand ein US-Gericht, dass Hammer Wachmann in Auschwitz und im Konzentrationslager Sachsenhausen war.

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