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Egger Unternehmen setzt auf E-Autos

Das Haustechnik-Planungs-Unternehmen E-Plus hat die komplette Fahrzeugflotte von Diesel auf Elektro umgestellt.

Egg. Eins wird im Gespräch mit den beiden E-Plus Inhabern, Stephen Kaltheier und Bernd Krauß, schnell klar: nicht nur Idealismus, sondern auch wirtschaftliche Überlegungen sind in die Entscheidung zur Umstellung auf E-Autoseingeflossen. So hat man die Umstellung lange geprüft und ist mit verschiedenen Autos Probe gefahren. Seit Mitte Februar bilden jetzt sechs Renault Zoes die Fahrzeugflotte der Spezialisten für energieeffiziente Haustechnikplanung. „Zuvor hatten wir vier Diesel-Fahrzeuge“, erklärt Kaltheier „zu denselben Gesamtkosten haben wir nun sechs Elektro-Autos angeschafft.“ Eine Analyse der Fahrwege zeige, dass man an die 98 Prozent der Fahrten problemlos mit der Reichweite der aktuellen E-Auto-Modelle erledigen könne, da ein großer Teil der Termine in Vorarlberg erfolgen. Sollten einmal weitere Fahren anstehen, dann werde man ein Fahrzeug mieten, so die Inhaber. Bereits in den letzten Jahren seien aber die meisten Termine im Osten Österreichs mit der Bahn besucht worden.

Umsteigen statt warten

Der Umstieg hat für die Inhaber viel mit der Firmenphilosophie zu tun. Das Unternehmen beschäftigt sich seit der Gründung mit Energieeffizienz im haustechnischen Bereich. Mit der Errichtung einer PV auf dem Firmenstandort im Egger Impulszentrum gehörte man 2003 zu den Pionieren in Sachen Sonnenstrom. Jetzt sind die Inhaber überzeugt, dass der E-Mobilität die Zukunft gehört. Immerhin sei die Effizienz der Fahrzeuge weit höher, da ein Elektro-Auto etwa 15 kWh für 100 Kilometer benötige, während ein Diesel Auto etwa 100 kWh verbrauche. Für die E-Plus Inhaber ist das E-Auto, damit das „Passivhaus auf Rädern“. Im Gegensatz zum Hausbau würde man bei Autos aber immer noch größer und mit mehr Verbrauch anschaffen. Das Egger Unternehmen wollte jedenfalls nicht mehr warten, sondern den Schritt gehen. Nur wenn Menschen umstiegen, würde auch die Infrastruktur verbessert, sind sie überzeugt. Damit man von technischen Fortschritten bei den E-Autos profitieren kann, haben sich die beiden aber für eine kurze Leasing-Dauer entschieden.

Gefahren werden die Fahrzeuge viel – etwa 15.000 Kilometer sollen pro Auto im Jahr anfallen und zusätzlich können die sechs Techniker, die die Zoes fahren, die Wagen auch privat nutzen. Die Photovoltaik am Dach des Impulszentrums produziert im Schnitt 18.000 kWh pro Jahr, was dem Energiebedarf der sechs Wagen für ein Jahr darstellt. So stellen die Planer am Ende den Öko-Strom für den Betrieb letztendlich selber her. Damit die Autos immer beladen werden können, hat man am Parkplatz des Impulszentrums vier Ladestationen errichtet: zwei öffentliche, die allen E-Mobilisten zur Verfügung stehen und zwei firmeneigene – so können die Mitarbeiter immer frisch „betankte“ Autos nutzen.

Nachahmer erwünscht

Seit Mitte Februar ist man nun „elektrisch“ unterwegs und bislang funktioniert es tadellos. Bernd Breuß hat bei sich selber bemerkt, dass er den Schritt von 700 oder 800 Kilometer Reichweite auf 100 bis maximal 150 Kilometer fürchtete. Das Ganze sei aber weit weniger dramatisch als gedacht. Das ein Umstieg nicht für jeden Betrieb komplett möglich sei, räumen die beiden E-Plus Chefs ein. Allerdings sehen Sie gerade im Bereich der Verwaltung von Unternehmen viel Potential und sie hoffen, dass sich bald Nachahmer finden werden.

Die Serie „Energie für unser Leben“ ist eine redaktionell unabhängige Serie der VN mit Unterstützung von illwerke vkw.

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