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Egg: Dach des Vinzensheims abgedeckt

Egg - Am Mittwoch ist das Dach der Brandruine des Vinzenzheims in Egg abgedeckt worden. Kommende Woche soll dann das restliche Gebäude abgerissen werden. Dach abgedeckt   | Flug übers Vinzenzheim  

Schon am Dienstag hatte die Firma Scheffknecht begonnen, das halbe Dach des Vinzenzheimes abzudecken. Am Mittwoch wurde dann der restliche Teil bearbeitet. Aufgrund des von Asbest verseuchten Materials auf dem Dach gestalteten sich die Arbeiten als schwierig. Das Material muss gesondert entsorgt werden.

Anfang nächster Woche wird dann ein Spezialkran erwartet, welcher das Dach als Ganzes von den Grundmauern entfernt. Im Dach befinden sich alte Holzbalken, welche an Antiquitätenhändler verkauft werden sollen. Und auch die Grundmauern werden frühestens nächste Woche niedergerissen.

Bereits im kommenden Winter könnte der Spatenstich für ein neues Sozialzentrum am selben Standort erfolgen. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch wartet indessen noch auf den Abschlussbericht des Landeskriminalamts, bevor über das weitere Vorgehen entschieden wird.

Bei der Brandkatastrophe im Egger Seniorenheim Anfang Februar sind insgesamt zwölf Personen ums Leben gekommen. Elf betagte Heimbewohner starben in der Brandnacht an Rauchgasvergiftung, eine Woche später erlag auch eine 92-jährige Frau ihren Verletzungen. Die Ermittlungen zur Brandursache ergaben, dass leicht entzündliches Material in die Müllstation gelangt war. Ob es sich dabei um Zigarettenreste oder Asche gehandelt hat, konnte nicht mehr festgestellt werden.

Bereits unmittelbar nach dem verheerenden Feuer kündigte Bürgermeister Norbert Fink an, dass das Vinzenzheim abgebrochen wird, und zwar “sowohl aus baulichen als auch aus Pietätsgründen”. Stattdessen soll am selben Standort ein Sozialzentrum entstehen, das von der Gemeinde geführt wird. Vorgesehen sind 30 Betten, aber auch ein Bereich für betreutes Wohnen. Anfang kommenden Jahres – nach einem Architektenwettbewerb im Sommer und der Vergabe des Planungsauftrags im Herbst – könnte der Spatenstich erfolgen.

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat unmittelbar nach dem Brand Ermittlungen wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst mit Todesfolge aufgenommen. “Das Gutachten des von uns beauftragten Experten liegt vor. Wir warten noch auf den Abschlussbericht des Landeskriminalamts, danach wird über die weitere Vorgangsweise entschieden”, erklärte Staatsanwaltschafts-Sprecher Heinz Rusch gegenüber der APA. Der Bericht werde in den “nächsten Tagen” erwartet.

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