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EADS-Gelder direkt an Rapid

Österreich - Die EADS-Gelder für Rapid sind nach Einschätzung des EADS-Lobbyisten Alfred Plattners ohne Mittelsmänner direkt an den Fußball-Klub geflossen.

„Bei solchen Transaktionen sind keine Mittelsmänner notwendig.“ Er selbst habe damit nichts zu tun gehabt, seine Aufgaben bei EADS seien andere gewesen, sagt Plattner laut Vorabmeldung vom Donnerstag im Wirtschaftsmagazin „Format“. Außerdem kündigt der Kollege von EADS-Lobbyist Erhard Steininger an, sich dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss jedenfalls stellen zu wollen und Ende nächster Woche aus Singapur zurück nach Wien zu kommen.

Rapid soll seit 2003 von EADS jährlich rund eine Million Euro für die Jugendarbeit bekommen. Von der Führung des Vereins wird das unter Hinweis auf das Geschäftsgeheimnis nicht kommentiert.

Zudem berichtet „Format“, dass Plattner seine Firma P&P Consulting GmbH, für die er 2002 mehr als 200.000 Euro von Steininger für Beratungsdienste erhalten habe, an der selben Adresse wie Rapid-Kurator Gerhard Höckner geführt habe. Höckner ist mit seinem Pizzaservice „Pizza On Tour“ ein Sponsor der Rapid-Nachwuchsarbeit.

Zu seinem Aufgabenbereich bei EADS sagt Plattner in dem Interview: „Das kann man in ein paar Sätzen gar nicht beschreiben, so komplex ist das. Ich erledige hunderte Beratungs-Dienste. Ich muss zum Beispiel Dinge, die Österreicher gesagt haben, für Deutsche übersetzen. Wenn ein Österreicher sagt ’ich will’, heißt das meistens ja etwas anderes, als das, was ein Deutscher darunter versteht.“

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