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Drohung: Abbruch des Friedensprozesses

Nach dem Selbstmordanschlag in Tel Aviv droht Israel nun mit dem Abbruch des Friedensprozesses. „Wenn die Palästinenser keine Maßnahmen gegen den Terror ergreifen, werden wir unsere Bemühungen einstellen“, so Sharon.

Zuvor hatte Israel die Übergabe von mehreren Städten im Westjordanland an die palästinensische Autonomiebehörde ausgesetzt.

Sharon betonte am Sonntag während einer Kabinettssitzung, dass es „keinen diplomatischen Fortschritt geben wird, bis die Palästinenser energische Maßnahmen zur Ausmerzung der Terrorgruppen und ihrer Organisationsstruktur ergreifen“. Abbas müsse gegen den „Islamischen Jihad“ vorgehen. Diese Extremisten-Gruppe hatte sich zu dem Selbstmordanschlag bekannt. Andernfalls werde Israel seine Militäreinsätze zum Schutz seiner Bürger verstärken, so Sharon. Die mit den Palästinensern vereinbarte Übergabe der Sicherheitskompetenzen für die Städte wurde vorerst ausgesetzt.

Der Anschlag war das erste nach der Anfang Februar in Sharm el- Sheikh vereinbarten Waffenruhe. Der Attentäter hatte sich am Freitagabend vor einer Diskothek in Tel Aviv in die Luft gesprengt und vier Menschen in den Tod gerissen. Mindestens 53 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Palästinenserpräsident Abbas hatte den Anschlag als „Sabotage“ des Friedensprozesses verurteilt.

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