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Dreifach-Mama und Bloggerin stirbt an Krebs

Junge Dreifach-Mama verlor den Kampf gegen Krebs.
Junge Dreifach-Mama verlor den Kampf gegen Krebs. ©Instagram
Trauer um Bloggerin "knallxbunt": Auf Instagram schrieb die 29-jährige Dreifach-Mama über ihren Kampf gegen den Leberkrebs, jetzt hat sie ihn verloren.

Tamara, wie die Bloggerin mit bürgerlichem Vornamen heißt, erhielt 2017 die Diagnose Leberzellkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Zuvor wurden während ihrer dritten Schwangerschaft durch Zufall auffällig hohe Leberwerte entdeckt, ein Jahr später folgte die Diagnose. Seitdem ließ sie ihre Follower auf Instagram am Kampf gegen den Krebs, den sie "Flubber" nannte, teilhaben.

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Das ist es also. Dieses neue Leben nach der Diagnose. Es hat gedauert aber ich komme an. All die letzten Tage die voller Tiefen waren mussten sein um das neue Hoch zu prophezeien. Ich lerne mich jeden Tag neu kennen. Erkenne Grenzen und Ziele. Lerne neu zu leben. Und dennoch war heute einer dieser Tage die mir wegen eines so klitzekleinen Besuches so viel Energie gaben,dass mein Inneres ich nach diesem Leben schreit. Niemals werde ich aufgeben. Niemals werde ich zugrunde gehen. Niemals werde ich Flubber diesen Vortritt geben/lassen. Er hat all die letzten Monate so viel Schaden angerichtet - habe für mein überleben bis zu diesem heutigen Tag gekämpft und werde genau das auch weiter tun. Das Leben ist viel zu schön und zu kostbar als es sich selber mit Nichtigkeiten noch schwerer zu machen. Ich spüre immer mehr wie sehr mir die selbstreflektion in dieser Zeit hilft dieses neue Leben zu begreifen. Also stelle ich mich noch einmal vor. Ich, Tamara morgen 27 Jahre jung, Mama von 3 Räubern und kämpfend seit Oktober 2017 gegen Flubber. Ein ungebetener Gast der sich einschlich,riesig wurde und den Nachnamen Krebs trägt. Genauer genommen eine Form des Leberzellkrebs ( HCC ) in fortgeschrittenem Stadium. Nach einem kleinen Sieg folgte nun in schneller Zeit die erste Niederlage. Wir werden sehen was kommt doch aufgeben ist keine Option. Das bin ich. Mein neues Leben. #fckcsncer #fickdichflubber

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2018, als ihr der Krebs erneut stark zu schaffen machte, stellte Tamara sich ihren Followern auf Instagram wie folgt vor: "Ich, Tamara, morgen 27 Jahre jung, Mama von 3 Räubern und kämpfend seit Oktober 2017 gegen Flubber. Ein ungebetener Gast, der sich einschlich, riesig wurde und den Nachnamen Krebs trägt. Genauer genommen eine Form des Leberzellkrebs ( HCC ) in fortgeschrittenem Stadium. Nach einem kleinen Sieg folgte nun in schneller Zeit die erste Niederlage. Wir werden sehen, was kommt, doch aufgeben ist keine Option. Das bin ich. Mein neues Leben."

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Nein. Ich bin nicht schwanger. Höchstens Monster geschwängert mit Namen Flubber getauft. Und nein,es ist kein Rechtfertigung an all die,die meinen, meine Geschichte in frage zu stellen oder aber mir Lügen zu unterstellen. Nein! Das hier bin ich.Lange habe ich euch meinen Bauch nicht mehr gezeigt & lange habe ich nicht mehr ausführlich über Flubber gesprochen.Warum.. weil ich ihn in mir trage und jede Sekunde meines Lebens,jede Bewegung die ich tue,von dem Krebs konfrontiert werde.Ich bin also froh darum,wenn ich Euch und anderen mal nicht davon erzählen muss wie verwölbt mein Bauch aussieht,wie schmerzvoll es an manchen Tagen ist und wie belastend es auch psychisch ist. Nein! Ich bin froh wenn ich mal über andere Dinge reden kann,mich keiner auf meinen „ bist du schwanger?“ Bauch anspricht und man MICH sieht. MICH, nicht den Krebs und mein Schicksal sondern einfach nur mich!!! Denn gerade jetzt,wo Flubber rasant wächst und meine Leber wieder anschwillt,macht mir Flubber das Leben schwerer - ja! Verdammt schwer. Doch ich lebe und selbst damit lebe ich einen Alltag und wisst ihr, so trostlos der manchmal auch ist weil nix geht, liebe ich es irgendwo weil: ICH LEBE!!! Ja es ist mühsam. Ja es ist anstrengend. Und ja verdammt ich möchte mit meinen Jungs umher toben doch wie gefährlich das für mich ist,das eigentlich normale,könnt ihr euch vielleicht beim Anblick nun denken. Ich lebe weitestgehend normal und das ist gut so. Nur so fange ich mich an Tagen wie heute und die letzten vergangenen,immer wieder.Ich halte fest,was ich festhalten kann und das ist eben mein Alltag den ich mit meinen Kindern absolut liebe auch wenn es manchmal anstrengend ist als normal. Ich halte daran fest sie in meine arme zu schließen und von ihnen geküsst zu werden weil sie es wollen. Ein „ mama h‘lieb!“ von Baby L und wieder ein Tag mehr geschafft. Ich bin hier um Euch zu erzählen das man auch mit dem scheiss leben kann solange es möglich ist.Ich bin hier um euch zu zeigen wie wertvoll eure Zeit ist und wie wichtig es ist,sie mit liebe zum Leben zu füllen auch,wenn es schwere Zeiten sind. Ich bin hier,weil ich euch sagen möchte,dass es immer Wege gibt solange ihr sie geht ❤️ bis bald.

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Und kämpfen konnte sie. Bis zuletzt gab die junge Mama nicht auf. Selbst als die Ärzte ihr 2019 keine Chance mehr gaben, startete sie noch eine letzte Chemotherapie. "Ich kämpfe für mich, für meine Kinder, für meine Familie. Aufgeben ist keine Option und das Glauben an ein Wunder gibt mir die Kraft und Energie weiterzumachen", schrieb Tamara.

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„Wenn man dich ansieht würde man niemals auch nur ansatzweise erahnen,dass du so krank bist.“ - Ja! Das kann ich nachvollziehen das es ANDEREN Menschen so ergeht. Doch was geschieht mit mir wenn ich in den Spiegel schaue? Ich gehe duschen,Wasche meine Haare, rasiere meine Beine, verpasse meinem Körper ein Peeling. Ich werfe mir ein Handtuch um und muss mich das erste mal setzen,um zu verschnaufen. Ein zweiter Anlauf und ich Creme mich ein, lege in Turbo ein wenig Farbe in mein Gesicht und ziehe mich zur Hälfte an ehe ich mich wieder setzen muss. Im dritten Anlauf mache ich mir meine Haare und brauche hierfür, wenn ich sie Locke, mindestens 1 Stunde weil ich mich immer wieder setzen muss. Damit ich bei Laune bleibe und über dem stehe ohne zu verzweifeln drehe ich die Musik auf Abschlag,singe lautstark mit und lasse es mir nicht anmerken das ich für mein Aussehen an besonderen Tagen gern mal mit Pausen 2 Stunden brauche inkl duschen und aufwendigem haarstyling. Das mich das schon enorm viel Kraft kostet,dass ich danach am liebsten erstmal ins Bett würde. But so what! Eine halbe Stunde auf dem Sofa reicht, zwei Tanzeinlagen später und die gute Laune siegt! Ja verdammt, man sieht es mir nicht an. Wie ich mich aber eigentlich fühle - darüber spricht wirklich kaum einer denn: sie sieht nicht krank aus! Also ist die Wahrnehmung meiner Geschichte auch eine ganz andere. Dennoch darf ich nicht vergessen,was wirklich mit mir passiert wenn ich mich Tage über,übernehme! Was geschieht wenn ich es maßlos übertreibe. Ich habe meinen Körper mit Flubber lieben gelernt, kenne meine Grenzen und spreche sie endlich laut aus als mich abzukämpfen und so zu tun, als wäre ich normal wie du! Ich brauche eben länger was nicht heißt,dass mein make up aufwändig ist. Ich brauche eben länger wenn ich gemütlich duschen möchte da ich auch hier Pausen brauche. Ich brauche eben länger als ein gesunder Mensch. Dennoch darf ich Spaß im Leben haben ohne im andauernden Selbstmitleid zu versinken wie schlecht es wirklich um mich steht. Ich lebe - bewusst und werde dadurch mein Wunder erleben mit Flubber länger auf diesem Erdball zu bleiben! Das ist mein Kämpfen denn Wunder geschehen ❤️ #tueesfürdich

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Ihr letztes Posting am 13. September hatte die Wolfsburgerin ihrer Mutter gewidmet.

Nun hat Tamara den Kampf gegen "Flubber" verloren, ihr Mann schrieb auf Instagram: "Es gibt keine Worte, die diesen Verlust beschreiben können". Auch Ihr Vater nahm Abschied auf Instagram: "Mach's gut, mein Herz", schrieb er und postete dazu ein schwarz-weißes Foto seiner Tocher. Tamara hinterlässt ihren Mann und drei kleine Söhne im Alter von 1, 4 und 8 Jahren.

(Red.)

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